von lif 03.03.2026 15:03 Uhr

100 Jugendliche probieren 15 Handwerksberufe aus

Beim Skills Day in St. Ulrich haben Mittelschüler an einem Tag in verschiedene Handwerksberufe hineinschnuppern können. 40 Betriebe zeigten, wie vielfältig das Handwerk ist.

Stein auf Stein bei den Maurern – Foto © lvh.apa

Im Kongresshaus St. Ulrich herrschte am Skills Day reges Treiben. Rund 100 Schüler der Mittelschulen St. Ulrich und Wolkenstein hatten die Möglichkeit, 15 verschiedene Handwerksberufe kennenzulernen. Nicht nur in der Theorie, sondern ganz praktisch, berichtet der lvh. 40 Betriebe stellten folgende Berufe vor: Holzbildhauer, Bodenleger, Elektrotechniker, Fassmaler und Vergolder, Friseur, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker, Karosserietechniker, Kfz-Mechatroniker, Maler und Lackierer, Schmied und Schlosser, Schönheitspfleger, Tapezierer und Raumausstatter, Tischler sowie Holzbaumeister und Zimmerer.

Dabei konnten die Jugendlichen selbst Hand anlegen, ausprobieren, Fehler machen und Fragen stellen. Keine Broschüren, sondern echte Werkzeuge und Materialien. „Solche Initiativen sind für unsere Handwerksbetriebe von großer Bedeutung, um neue Lehrlinge zu gewinnen und qualifizierte einheimische Arbeitskräfte zu sichern“, erklärt Hannes Senoner, lvh-Ortsobmann von St. Ulrich. „Besonders wichtig ist es, den Schülern die Vielfalt des Handwerks aufzuzeigen und ihnen die einzelnen Berufsbilder anschaulich vorzustellen.“

Gemeinsam statt einzeln

Filip Piccoloruaz, Obmann des Kunsthandwerks im lvh, war heuer erstmals dabei. Bisher gingen Betriebe meist einzeln in die Schulen. Das neue Format hat Vorteile: „Durch diese Initiative haben nun mehrere Betriebe und verschiedene Handwerksberufe die Möglichkeit, gemeinsam teilzunehmen und den Schülern ein breites Bild über die Ausbildung im Handwerk zu vermitteln.“ Gerade in der Bildhauerei werde deutlich, wie anspruchsvoll und vielseitig das Handwerk ist. „Die Schülerinnen und Schüler erkennen besonders gut, wie komplex dieser Beruf ist – und gleichzeitig erleben sie den Reiz und die Besonderheit, die er mit sich bringt.“

Jonas Prinoth, Experte bei den WorldSkills, beobachtet großes Interesse bei den Jugendlichen. „Sie erhalten die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild vom Handwerk zu machen. Durch das praktische Ausprobieren können Vorurteile abgebaut werden, und die Jugendlichen erkennen die Vorteile der verschiedenen Handwerksberufe. Gleichzeitig hilft ihnen die Aktion, eigene Interessen und Stärken zu entdecken.“

Wie konkret die Stationen waren, zeigt das Beispiel von Raffael Stenico, Goldmedaillengewinner der EuroSkills. Bei ihm bauten die Jugendlichen selbst ein kleines Hauseck aus Ziegeln. „Sie tragen Mörtel auf und setzen die Ziegel schichtweise übereinander. Dabei zeigen und erklären wir ihnen, wie ein Hauseck richtig gemauert wird und wie zum Beispiel eine Fensteröffnung eingeplant werden kann.“

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