Mehr Sicherheit in der Jugendarbeit: Schutzkonzepte bis 2027 verpflichtend

„Schutzkonzepte sind ein klarer Mehrwert für alle“, erklärte Landesrat Philipp Achammer. Sie steigerten die Qualität der Arbeit, erhöhten die Sicherheit und stellten das Wohl junger Menschen in den Mittelpunkt. Gleichzeitig schafften sie verlässliche Strukturen, klare Zuständigkeiten und mehr Handlungssicherheit. „Sie sind ein zentraler Baustein zur Prävention von Grenzverletzungen und Gewalt“, betonte Achammer.
Leitfaden und digitale Unterstützung für Schulen und Einrichtungen
Der Direktor des Landesamtes für Jugendarbeit, Konrad Pamer, unterstrich, dass Schutzkonzepte künftig einen verpflichtenden Qualitätsstandard darstellen und Voraussetzung für öffentliche Förderungen sein werden. „Dass sich die gesamte Jugendarbeit in Südtirol gemeinsam auf diesen Weg macht, ist ein starkes Signal“, sagte Pamer. Einen Einblick in die schulischen Schutzkonzepte gab Martin Holzner von der Pädagogischen Abteilung und stellte die digitale Unterstützung über die Power-App vor.
Rechtliche Grundlagen erläuterte Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller, die auf die Verankerung der Kinderrechte in der UN-Kinderrechtskonvention verwies. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Leitfadenentwurf für Schutzkonzepte in der Jugendarbeit, der praxisnahe und anpassbare Orientierung bietet. Entwickelt wurde er von Christiane Kofler (netz Offene Jugendarbeit), Verena Hafner (AGJD) und Manuela Weber (Südtiroler Jugendring), die zudem Beratung und Begleitung der Organisationen sichern.
Fortbildungen starten in Kürze
Über aktuelle und geplante Qualifizierungsangebote informierten Lisa Unterhauser (Jukas Kassianeum) und Lukas Schwienbacher (Forum Prävention, Fachstelle Gewalt). Ziel ist es, Mitarbeitende und Ehrenamtliche optimal bei der Umsetzung ihrer Schutzkonzepte zu unterstützen. Die ersten Fortbildungen starten in Kürze.
Mit der flächendeckenden Einführung verpflichtender Schutzkonzepte setzt Südtirol einen klaren Standard für mehr Sicherheit, Professionalität und Prävention in der Jugendarbeit.






