von lif 01.03.2026 18:10 Uhr

22 Tote bei Flugzeugabsturz: Tausende plündern Unfallstelle

Eine Militärmaschine ist am Freitag in Bolivien von der Landebahn abgekommen. Bei dem Unglück auf dem Flughafen von El Alto starben mindestens 22 Menschen, 37 weitere wurden verletzt. Während die Rettungskräfte noch arbeiteten, stürmten Tausende Menschen die Unfallstelle.

Bild: APA/AFP

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hatte die abgestürzte Maschine der bolivianischen Luftwaffe Bargeld an Bord. Die Scheine hatten jedoch keine offizielle Nummerierung oder Seriennummer und waren daher wertlos. „Das Sammeln, der Besitz oder die Verwendung dieses Geldes stellt eine Straftat dar“, warnte das Ministerium. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich dem Unglücksort nicht zu nähern.

Dennoch kamen etwa 5.000 Menschen zur Absturzstelle und nahmen nach Angaben der Zentralbank rund fünf Millionen Geldscheine an sich. Einsatzkräfte setzten Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen. 47 Verdächtige wurden wegen Diebstahls festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

Der Nationale Journalistenverband berichtete von gewaltsamen Attacken auf Nachrichtenteams während der Berichterstattung. Die Angreifer wollten das Geld stehlen. Auch Krankenwagen wurden attackiert. „Was geschehen ist, ist empörend. Wir dürfen so etwas nicht zulassen“, sagte Gesundheitsministerin Flores. Um weitere Plünderungen zu verhindern, wurden die restlichen Banknoten vor Ort verbrannt, wie die Zeitung La Razón meldete.

Ursache noch unklar

Warum die Militärmaschine bei der Landung von der Piste abkam, ist noch unbekannt. Suchtrupps haben den Flugschreiber gefunden. Dieser könnte Aufschluss über die Unfallursache geben.

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