von ih 28.02.2026 07:36 Uhr

SVP demonstriert gegen Rechts, während Freiheitskämpfer beerdigt wird

Am heutigen Samstag steht Südtirol vor einem symbolträchtigen Kontrast, der unterschiedlicher kaum sein könnte: Während die SVP in Bozen lieber gegen Rechts demonstriert, nehmen echte Patrioten in Mühlen in Taufers Abschied von einem verdienten Südtiroler Freiheitskämpfer: Siegfried Steger.

Symbolbild

SVP vernachlässigst Abschied von Freiheitskämpfer

Im Mittelpunkt des heutigen Samstags steht die Entscheidung von Landeshauptmann Arno Kompatscher, bei der linken Gegendemonstration in Bozen zu sprechen. Gemeinsam mit Vertretern verschiedenster politischer Richtungen – darunter auch Gruppierungen aus dem linken und linksradikalen Spektrum – will er ein „Zeichen gegen Rechtsextremismus“ setzen.

Kritiker werfen jedoch die Frage auf, ob diese Prioritätensetzung dem heutigen Anlass gerecht wird. Während in Mühlen in Taufers zeitgleich ein Mann zu Grabe getragen wird, der für Südtirol gekämpft hat, wie kaum ein Anderer: Siegfried Steger. Steger war Teil der „Puschtra Buibm“, einer Gruppe junger Südtiroler, die in einer schwierigen Zeit für die Rechte und die Identität ihrer Heimat eingestanden sind.

In den 1960er-Jahren, als viele Südtiroler sich von der italienischen Staatsmacht politisch und kulturell unter Druck fühlten, waren sie Ausdruck eines entschlossenen Willens, für die eigene Heimat einzustehen und auf Missstände aufmerksam zu machen. Für viele gelten die „Puschtra Buibm“ bis heute als Symbol für Mut, Zusammenhalt und den Einsatz für Südtirol. Der heutige Abschied von Siegfried Steger ist daher für zahlreiche Menschen nicht nur ein persönlicher Moment der Trauer, sondern auch ein Zeichen der Anerkennung für ein Leben im Dienste der Heimat.

Nicht so aber für die SVP, den Landesbeirat für Chancengleichheit und weitere Gruppen, wie etwa den KVW, die lieber in Bozen zusammen mit Linken „gegen Rechts“ brüllen.

„Remigration“ wird bewusst falsch dargestellt

In den vergangenen Tagen ist zudem eine weitere Debatte aufgekommen: Vertreter der SVP wurden zurecht dafür kritisiert, den Begriff „Remigration“ in der öffentlichen Diskussion verzerrt darzustellen. Dabei wurde „Remigration“ oft sogar pauschal mit Deportation gleichgesetzt.

Im Kern wird unter dem Begriff aber nichts anderes als die konsequente Anwendung bestehender Gesetze verstanden – insbesondere die Abschiebung von straffällig gewordenen Ausländern und Kriminellen. Diese bewusste Fehlinterpretation durch die SVP hat die ohnehin angespannte politische Stimmung zusätzlich verschärft.

Applaus dafür gab es vielleicht von links. Aber jeder normale Bürger mit Hausverstand hat diese bewusste Verbreitung von Fake-News sofort durchschaut.

Patrioten distanzieren sich von Radikalen - SVP demonstriert mit ihnen

Besonders bemerkenswert erscheint in diesem Zusammenhang, dass sich zahlreiche patriotische Kräfte im Vorfeld klar von der neofaschistischen Kundgebung vor dem Bozner Siegesdenkmal distanziert haben.

Gleichzeitig entsteht bei manchen Beobachtern der Eindruck, dass eine vergleichbare Abgrenzung gegenüber radikal linken Gruppierungen seitens der SVP weniger deutlich ausfällt. Diese werden nämlich ebenfalls zur Gegendemonstration erwartet.

Wem die Heimat aber wirklich etwas wert ist, der nimmt heute Abschied von Freiheitskämpfer Siegfried Steger. Alle anderen dürfen gerne in Bozen gemeinsam mit Arno Kompatscher und linken oder rechten Faschisten herumbrüllen.

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