Landesbeirat für Chancengleichheit lehnt „Remigration“ ab

Warum man „Remigration“ ablehnt
Der Begriff „Remigration“ stehe, so der Landesbeirat für Chancengleichheit, für Konzepte der Ausgrenzung, Entrechtung und systematischen Zurückweisung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft. Solche Positionen widersprächen klar dem Prinzip der Gleichheit sowie der Achtung der Menschenwürde und hätten in einem Rechtsstaat keinen Platz.
Als Institution, die sich für die Gleichstellung von Frauen in all ihrer Vielfalt einsetzt, weist der Beirat rassistische, nationalistische und extremistische Ideologien entschieden zurück. Frauenrechte seien universelle Menschenrechte und müssten für alle gelten – unabhängig von Herkunft, Staatsangehörigkeit, Religion oder Aufenthaltsstatus.
Solidarität für „migrantische Frauen“
Besonders kritisch sieht der Beirat die Auswirkungen solcher Diskurse auf migrantische und geflüchtete Frauen. Diese seien häufig mehrfacher Diskriminierung ausgesetzt und benötigten vor allem Schutz, gesellschaftliche Teilhabe und Zugang zu ihren Rechten. Pauschale Ausgrenzung hingegen verschärfe bestehende Ungleichheiten und gefährde den sozialen Zusammenhalt.
Zudem verweist der Beirat darauf, dass entsprechende Positionen im klaren Widerspruch zu den Zielen des Gleichstellungsaktionsplans stehen, der ausdrücklich die Bekämpfung von Mehrfachdiskriminierung und die Verteidigung demokratischer Grundwerte vorsieht.
Abschließend betont der Landesbeirat, dass Rassismus und Ideologien der Ausgrenzung in Südtirol keinen Platz hätten. Eine demokratische Gesellschaft lebe von Respekt, Vielfalt und der gleichen Würde aller Menschen – Werte, für die man weiterhin entschlossen eintreten werde.
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