Südtiroler Landwirtschaft sucht starke Stimme in Europa

Im Zentrum des Treffens stand der Europaabgeordnete Herbert Dorfmann, der im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments (AGRI) eine zentrale Rolle als Koordinator einnimmt. Die Delegation erhielt dabei nicht nur Einblicke in die Arbeitsweise des Parlaments, sondern auch in die aktuellen agrarpolitischen Schwerpunkte auf EU-Ebene.
Besonders intensiv diskutiert wurden die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie der Mehrjährige Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034. Diese Themen sind für die Südtiroler Landwirtschaft von großer Bedeutung, da sie die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre festlegen. Angesichts steigender Produktionsauflagen, wachsender Bürokratie und zunehmender Wetterextreme sehen sich viele landwirtschaftliche Betriebe – insbesondere in Bergregionen – vor großen Herausforderungen.
Neben Dorfmann tauschte sich die Delegation auch mit weiteren hochrangigen Vertretern der europäischen Agrarpolitik aus. Dazu zählten Antonella Rossetti aus dem Kabinett des EU-Agrarkommissars sowie die Europaabgeordneten Norbert Lins, Dario Nardella und Alexander Bernhuber, Präsident der EPP-Farmers innerhalb der Europäischen Volkspartei.
Siegfried Rinner, Vorsitzender der SVP-Landwirtschaft und stellvertretender Vorsitzender der EPP-Farmers, unterstrich die Bedeutung solcher Treffen: Der direkte Dialog zeige, wie entscheidend eine starke und gut vernetzte Vertretung in Brüssel sei. Dorfmann nehme hierbei eine Schlüsselrolle ein, da er sowohl über fachliche Expertise als auch über ein starkes Netzwerk innerhalb der europäischen Institutionen verfüge.
Einigkeit herrschte unter den Teilnehmern darüber, dass die Interessen der kleinstrukturierten Berglandwirtschaft nur dann wirksam vertreten werden können, wenn Südtirol geschlossen auftritt. Der Besuch in Brüssel machte deutlich: Die Weichen für die Zukunft der Landwirtschaft werden in Europa gestellt – und Südtirol will dabei mit einer starken Stimme mitreden.






