Fünf von 16 Kinderzahnpasten ohne ausreichenden Kariesschutz

Empfohlen wird für Kinderzahnpasten ein Fluoridgehalt von 1.000 ppm (parts per million/Teile pro eine Million). „Das entspricht einem Fluoridanteil von 0,1 Prozent“, erklärte VKI-Projektleiter Christian Undeutsch.
Kein oder viel zu wenig Fluorid
Die Anforderungen erfüllten fünf der getesteten Produkte nicht (Alverde Naturkosmetik, Karex Kinder, Lavera Naturkosmetik, Nordics und Woom). Sie enthalten entweder gar kein Fluorid oder deutlich zu wenig. „Es wird stattdessen auf Substanzen wie Hydroxylapatit, Kalziumlactat, Sorbit und Xylit gesetzt“, so Undeutsch. „Doch keiner dieser Stoffe kann Fluorid nachweislich gleichwertig ersetzen.“
Bei sechs Kinderzahnpasten beanstandete der VKI „umweltkritische“ Stoffe. Gefunden wurde zum Beispiel der Komplexbildner EDTA, der das Trinkwasser belasten könne, oder Hydroxyethylcellulose, die als biologisch schlecht abbaubar gelte. Weitere vier Produkte enthielten umweltkritische Farbstoffe, allerdings in sehr geringer Konzentration. „Die Verwendung dieser Stoffe in einer Zahnpasta ist verzichtbar, wie auch andere Hersteller vorzeigen“, betonte Undeutsch.
Immerhin waren alle untersuchten Erzeugnisse frei vom umstrittenen Farbstoff Titandioxid. Unter den elf „guten“ und „sehr guten“ Pasten befanden sich viele preiswerte.
APA






