Großes Interesse bei erster Pendlertagung in Sterzing

Rund um die Herausforderungen des tirolübergreifenden Arbeitens wurde schnell klar: Pendler bewegen sich täglich zwischen zwei unterschiedlichen Steuer- und Sozialsystemen. „Das führt immer wieder zu Unsicherheiten und hohem bürokratischem Aufwand“, betonte Vorsitzender Werner Atz.
Auch die Bedeutung für die Europaregion Tirol wurde hervorgehoben. Schätzungen zufolge pendeln rund 800 Menschen aus dem Südtiroler Wipptal nach Nordtirol, während über 200 Personen aus Nordtirol in Südtirol arbeiten. Vertreter aus Politik und Wirtschaft unterstrichen, dass diese Form der Mobilität ein wichtiger Faktor für den Gesamttiroler Arbeitsmarkt sei.
Diese Punkte wurden diskutiert
Inhaltlich standen vor allem konkrete Problemfelder im Fokus: steuerliche Fragen, Familienleistungen, Krankenversicherung und unterschiedliche arbeitsrechtliche Regelungen. Experten erklärten, dass es zwar klare gesetzliche Vorgaben gebe, deren praktische Anwendung jedoch oft komplex und schwer nachvollziehbar sei.
In der anschließenden Diskussion wurde ein klares Anliegen formuliert: mehr Transparenz, weniger Bürokratie und eine bessere Abstimmung zwischen den Behörden beider Tiroler Landesteile. Pendler bräuchten vor allem Rechtssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen.
Aufgrund der großen Resonanz soll die Tagung künftig fortgesetzt werden.






