Süd-Tiroler Freiheit greift CasaPound scharf an

Siegesdenkmal entlarvt neofaschistische Ausrichtung
Die Süd-Tiroler Freiheit wirft den Organisatoren vor, gesellschaftlich relevante Themen für ideologische Zwecke zu missbrauchen. Insbesondere stößt sich die Bewegung am Begriff „Rückeroberung“ („riconquista“), der ein verzerrtes Geschichtsbild vermittle. Historische Fakten würden dabei ausgeblendet, so die Kritik.
In ihrer Stellungnahme erinnert die Süd-Tiroler Freiheit daran, dass Südtirol vor dem Ersten Weltkrieg überwiegend deutsch- und ladinischsprachig gewesen sei. Erst durch die Politik des italienischen Faschismus und die gezielte Ansiedlung italienischsprachiger Bevölkerung habe sich die demografische Struktur grundlegend verändert. Vor diesem Hintergrund stellt die Bewegung die Frage, was die Demonstrierenden überhaupt „zurückerobern“ wollten.
Auch der gewählte Veranstaltungsort sorgt für Unmut. Dass die Demonstration ausgerechnet vor dem Siegesdenkmal stattfinden soll, wertet die Süd-Tiroler Freiheit als bewusstes politisches Signal.
Patrioten sollen Siegfried Steger letzte Ehre erweisen
Zugleich betont die STF dass bestimmte Forderungen in der Migrationspolitik – etwa die Abschiebung straffälliger Ausländer oder die Rückführung von Personen ohne Aufenthaltsrecht – grundsätzlich legitim seien. Diese Anliegen würden jedoch durch das Auftreten extremistischer Gruppen wie CasaPound diskreditiert.
Abschließend verweist die Süd-Tiroler Freiheit auf eine alternative Veranstaltung am selben Tag: In Mühlen in Taufers wird der Freiheitskämpfer Siegfried Steger beigesetzt. Die Bewegung sieht darin den eigentlichen Ort, an dem wahre Patrioten präsent sein sollten.






