Umweltverbände warnen vor Aufweichung des Bettenstopps

Die 2022 eingeführte Regelung sollte das Wachstum der Gästebetten begrenzen. Tatsächlich ist die Kapazität jedoch deutlich gestiegen – von rund 235.000 Betten im Jahr 2022 auf etwa 268.000 Anfang 2026. Die Verbände sprechen daher von einem „Bettenstopp auf Raten“, der das Wachstum eher gefördert als gebremst habe.
Kritisch sehen die Organisationen vor allem die geplante Verlängerung von Hotelbauprojekten bis 2031. Mehr Betten bedeuteten mehr Verkehr, höheren Energieverbrauch, zusätzlichen Bodenverbrauch und steigende CO₂-Emissionen. Bereits jetzt reisen die meisten der rund neun Millionen Gäste pro Jahr mit dem Auto an.
Was gefordert wird
Die Verbände warnen zudem vor einem Glaubwürdigkeitsverlust der Klimapolitik: Während die Bevölkerung zu einem nachhaltigeren Lebensstil angehalten werde, ermögliche man im Tourismussektor weiteres Wachstum.
Statt einer Aufweichung fordern die Organisationen, am Bettenstopp festzuhalten und auf qualitative statt quantitative Entwicklung zu setzen. Eine Petition für den Erhalt der Regelung fand innerhalb weniger Tage rund 10.000 Unterstützer.






