von mmh 24.02.2026 13:28 Uhr

Mehr Schutz und Mitsprache für Tirols Jugend

Mit einer umfassenden Novelle des Tiroler Jugendgesetzes setzt das Land Tirol ein deutliches Zeichen für mehr Schutz, Mitsprache und Förderung junger Menschen. Die Tiroler Landesregierung hat die Gesetzesänderung am Dienstag auf Antrag von Jugendlandesrätin Astrid Mair beschlossen. Im März soll die Novelle dem Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Astrid Mair (Foto: © Land Tirol/Sedlak)

Unter dem Motto „Jugend im Fokus“ verfolgt das Land bereits mehrere Initiativen – darunter die Jugendstrategie Tirol 2030, die Tiroler Jugendkarte sowie Jugendforum und Jugendlandtag. Mit der nun beschlossenen Novelle wird die gesetzliche Grundlage modernisiert und an aktuelle Entwicklungen angepasst.

Mehr Mitsprache und stärkere Kontinuität

Ein zentraler Punkt der Reform betrifft den Jugendbeirat. Dessen Funktionsperiode wird von zwei auf drei Jahre verlängert. Damit soll mehr Kontinuität in der Arbeit des Beratungsgremiums gewährleistet werden. Der Jugendbeirat bleibt ein wichtiges Bindeglied zwischen Jugend und Politik: Über ihn können Anliegen von Jugendlichen und Jugendorganisationen direkt an die Landesregierung herangetragen werden. Der Vorsitz wird weiterhin aus dem Gremium selbst gewählt.

Landeshauptmann Anton Mattle betont: „Unser klares Ziel ist: Junge Menschen stärken, schützen und fördern. Die Novelle des Jugendgesetzes ist gemeinsam mit der Jugendstrategie des Landes ein wichtiger Schritt für mehr Mitsprache, einen besseren Schutz und eine bessere Teilhabe. Damit stärken wir jene, die unser Land in Zukunft prägen und gestalten werden.“

Auch Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth unterstreicht die Bedeutung: Junge Menschen setzten andere Prioritäten und gingen neue Wege – dieses Andersdenken sei eine enorme Stärke für die Gesellschaft. Mit der Novelle und den laufenden Projekten würden mehr Räume für Mitgestaltung, Chancen und Selbstbestimmung geschaffen.

Bei der Ausarbeitung wurde laut Land Tirol auf einen breiten Dialog gesetzt. Experten aus verschiedenen Bereichen waren eng eingebunden und prägten die Novelle mit ihrer Expertise maßgeblich mit.

Klarere Regeln beim Jugendschutz

Neben der Stärkung der Mitbestimmung bringt die Novelle wesentliche Anpassungen im Bereich Jugendschutz. Künftig ist nicht nur der Erwerb, sondern auch der Besitz von Tabak und anderen jugendgefährdenden Waren – etwa Nikotinbeuteln – für Jugendliche unter 18 Jahren verboten. Gleiches gilt für alkoholische Getränke entsprechend dem jeweiligen Schutzalter von 16 beziehungsweise 18 Jahren.

Darüber hinaus wird klargestellt, dass nicht nur der Erwerb, sondern auch der Besitz von jugendgefährdenden Medien und Gegenständen untersagt ist. Der Konsum von Alkohol, Tabak oder anderen jugendgefährdenden Waren wird zudem nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Raum verboten.

Jugendlandesrätin Mair erklärt dazu: „In unseren schnelllebigen Zeiten mit immer neuen Herausforderungen muss auch die gesetzliche Grundlage so ausgestaltet sein, dass sie flexibel auf Trends reagieren kann.“ Ziel sei es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Unterstützung ermöglichen und Herausforderungen ernst nehmen.

Weitere Projekte bereits umgesetzt

Im Rahmen der Jugendstrategie Tirol 2030, die 2025 beschlossen wurde, werden Jugendliche aktiv in die Umsetzung eingebunden. Ebenfalls 2025 wurde die Tiroler Jugendkarte eingeführt, die zahlreiche Vergünstigungen bietet. Mehr als 200 Vorteilsgeber in allen Tiroler Bezirken beteiligen sich bereits mit Ermäßigungen oder Gutscheinen.

Im Herbst 2025 fand zudem ein Jugendforum zum Thema Fake News statt. Aufgrund des Erfolgs wird dieses nun in weiteren Tiroler Bezirken umgesetzt. Zudem ist für 2026 erstmals die Durchführung eines Jugendlandtags geplant, bei dem junge Tiroler ihre Anliegen direkt in politische Entscheidungsprozesse einbringen sollen.

Der Jugendbeirat berät die Landesregierung in grundsätzlichen Fragen des Jugendschutzes und der Jugendförderung, bringt jugendpolitische Zielvorstellungen ein und erarbeitet Konzepte zu zentralen jugendpolitischen Themen. Künftig werden seine Mitglieder für drei Jahre bestellt.

„In einem Jahr unter dem Motto ‚Jugend im Fokus‘ haben wir bereits zahlreiche Vorhaben umgesetzt – auch die aktuelle Novelle des Jugendgesetzes zählt dazu. Sie alle haben ein gemeinsames Ziel: Die Tiroler Jugend stärken, unterstützen und ihr mehr Mitsprache geben“, so Mair abschließend.

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