Lawinensituation: „Wintersportler müssen Warnungen weiterhin ernst nehmen“

„Die Einsatzkräfte und alle behördlichen Stellen in Tirol leisten Außergewöhnliches, insbesondere auch wieder am vergangenen Wochenende. Sie stehen rund um die Uhr im Einsatz, beurteilen laufend die Lage und sorgen mit höchster Professionalität für bestmögliche Sicherheit für Bevölkerung und Gäste. Dieser Einsatz verdient größten Respekt und aufrichtigen Dank“, betont Mattle. Mair ergänzt: „Die aktuelle Situation zeigt eindrucksvoll, wie wichtig das Zusammenspiel unserer Behörden und Einsatzorganisationen ist. Alle Beteiligten handeln hochprofessionell, besonnen und mit großem Engagement – vielfach ehrenamtlich und unter anspruchsvollsten Bedingungen.“ Der Landeshauptmann und die Sicherheitslandesrätin appellieren nochmal an Wintersportler, die Warnungen ernst zu nehmen und kein unnötiges Risiko einzugehen.Â
Insgesamt haben nach aktuellem Stand rund 450 Einsatzkräfte der Bergrettung Tirol in der vergangenen Woche 40 Lawineneinsätze abgearbeitet. Sämtliche 245 Tiroler Lawinenkommissionen waren im Einsatz, um die Lage laufend zu beurteilen und Handlungsempfehlungen auszusprechen. Auch zahlreiche Einsatzkräfte der Alpinpolizei sowie der Rettung waren tagtäglich im Einsatz, um rasch Hilfe leisten zu können, berichtet das Land Tirol in einer Aussendung.
Lawinensituation bleibt angespannt
In vielen Regionen Tirols herrscht weiterhin große Lawinengefahr (Stufe 4) und erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3). Grund dafür sind der viele Neuschnee der vergangenen Tage bei teils stürmischem Westwind und starken Temperaturschwankungen. Regen hat in tiefen und mittleren Lagen die Schneedecke zusätzlich geschwächt. Der Neuschnee und die entstandenen Triebschneeansammlungen verbinden sich nur langsam mit der verbreitet schwachen Altschneedecke. „Eine allmähliche Entspannung der Lawinensituation ist in den kommenden Tagen zwar zu erwarten, jedoch wird dieser Prozess Zeit in Anspruch nehmen. Die Schneedecke gewinnt nur langsam an Festigkeit, insbesondere in höheren Lagen und in schattseitigen Hängen bestehen weiterhin störanfällige Schwachschichten“, erklärt Christoph Mitterer vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol.






