von lif 23.02.2026 13:21 Uhr

Frau in Bozen um 35.000 Euro betrogen

Eine Frau aus Bozen ist Opfer einer Betrugsmasche geworden. Betrüger gaben sich als Ordnungshüter aus und brachten sie dazu, 35.000 Euro zu überweisen.

APA/dpa

Der Fall ereignete sich am vergangenen Mittwoch (18. Februar). Wie die Behörden berichten, erhielt die Frau eine SMS, angeblich von einem bekannten Zahlungsdienstleister. Darin stand, dass eine Zahlung über 1.130 Euro autorisiert werden sollte. Sie wurde aufgefordert, eine Telefonnummer anzurufen, falls sie diese Zahlung nicht veranlasst habe.

Als die Frau die Nummer anrief, fragte ein Mann nach ihrem Problem. Kurz darauf wurde sie per Whatsapp-Videoanruf mit dem Logo der Behörden kontaktiert. Ein angeblicher Maresciallo erklärte ihr, es laufe eine Ermittlung gegen untreue Bankmitarbeiter. Der Betrüger erkundigte sich nach ihrer finanziellen Situation und behauptete, sie müsse ihr Geld auf ein „sicheres“ Konto überweisen, um es zu schützen. Dazu gab er ihr eine IBAN und einen Namen. Die Frau sollte einen Sofortüberweisung vornehmen und den Bankangestellten nichts davon erzählen, da auch diese möglicherweise in die Sache verwickelt seien. Die Frau ging zur Bank und überwies 35.000 Euro auf das angegebene Konto.

Polizei konnte Großteil des Geldes sichern

Zu Hause kamen der Frau Zweifel. Sie wandte sich an einen Bekannten, der sie am nächsten Tag zur Polizei begleitete. Die Beamten der Quästur Bozen handelten sofort: Sie kontaktierten die Bank und ließen das Betrügerkonto sperren. Von den 35.000 Euro konnten noch 29.000 Euro gesichert werden. 6.000 Euro hatten die Täter bereits abgehoben. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Beschlagnahme des Kontos an. Zwei italienische Staatsbürger wurden wegen schweren Betrugs angezeigt.

Die Polizei warnt vor solchen Maschen und gibt folgende Tipps:

  • Niemals Geld oder Wertsachen aufgrund von Telefonanrufen übergeben. Keine Behörde fordert das. 
  • Keine persönlichen Daten oder Bankdaten am Telefon weitergeben
  • Bei verdächtigen Anrufen auflegen und die offizielle Nummer der Behörde anrufen
  • Keine Tür für Unbekannte öffnen, auch wenn sie sich als Polizei ausgeben
  • Im Zweifel Familie oder Nachbarn einbeziehen
  • Jeden Betrugsversuch der Polizei melden
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