Bub (2) aus Neapel: „Es ist vorbei“

„Es ist vorbei“, teilte der Anwalt der Familie der Zeitung La Repubblica mit. Mutter Patrizia hat die Entscheidung getroffen, ihren Sohn gehen zu lassen, nachdem ein unabhängiges Ärzteteam festgestellt hatte, dass eine zweite Transplantation nicht möglich sei. Am Krankenbett im Krankenhaus Monaldi in Neapel war der Kardinal von Neapel, Domenico Battaglia, für die letzte Ölung anwesend. Auch der Krankenhauskaplan, Pater Alfredo Tortorella, begleitete die Familie „in diesem Moment des Schmerzes“
Krankenhaus Bozen weist Verantwortung zurück
Beim Transport des Spenderherzens von Bozen nach Neapel wurde Trockeneis oder flüssiger Stickstoff anstelle von normalem sterilem Crushed Ice verwendet. So wurde das Herz des vierjährigen Spenders, das dem zweieinhalb Jahre alten Kind mit schwerer Kardiomyopathie das Leben hätte retten sollen, buchstäblich durch die Kälte während des Transports nach Neapel zerstört.
Der Südtiroler Gesundheitslandesrat Hubert Messner und der Südtiroler Sanitätsbetrieb haben von Anfang an klargestellt, dass das Bozner Krankenhaus lediglich die Infrastruktur zur Verfügung gestellt habe. Die aus Neapel angereisten Ärzte seien für die gesamte Handhabung des Konservierungsprotokolls verantwortlich gewesen.
Das Gesundheitsministerium hat bereits Inspektoren ins Bozner Krankenhaus entsandt, um weitere Klarheit über den Vorfall zu schaffen.






