von lif 20.02.2026 15:53 Uhr

Hochzeitsringe: Trend zur bewussten Materialwahl und Beständigkeit

Der aktuell hohe Goldpreis wirkt sich spürbar auf die Entscheidungen vieler Hochzeitspaare aus. Materialien, Verarbeitung und Alternativen rücken stärker in den Fokus, ebenso die Frage nach langlebiger Qualität. Umso wichtiger ist eine fundierte Beratung, die Paare bei der Wahl ihrer Hochzeitsringe unterstützt.

„Der Fokus liegt ganz klar auf der individuellen Gestaltung“, sagt Vanessa Schuler-Tilg, Goldschmiedemeisterin der Goldschmiederei in Zams. Gefragt seien reduzierte Designs mit besonderen Details wie mattierten Oberflächen oder feinen Strukturen. „Paare wünschen sich Schmuckstücke mit Charakter.“ Gleichzeitig wachse das Interesse an Nachhaltigkeit, etwa durch fair gehandelte Materialien oder Labordiamanten. Auch Verlobungs- und Hochzeitsring werden zunehmend gemeinsam gedacht: „Immer öfter entstehen harmonische Ringkonzepte, die aufeinander abgestimmt sind.“ Neben klassischem Gold rücken Materialien wie Platin oder Tantal stärker in den Fokus. Investiert werde gezielt in Qualität und handwerkliche Verarbeitung, denn die Langlebigkeit steht im Vordergrund. Auch Juwelier und Schmuckdesigner Ingo Appelt, der Standorte in Fulpmes und Innsbruck führt, beobachtet den Wunsch nach Beständigkeit. „Der Trend liegt weiterhin bei zeitlosen, eleganten handgeschmiedeten Ringen“, erklärt er. Diese ließen sich jederzeit wieder aufarbeiten. Gleichzeitig seien die Modelle feiner geworden: „Ausdrucksstarke, zarte Designs mit Raffinesse sind stark gefragt.“ Seine Empfehlung: Damen- und Herrenring müssen nicht ident sein. „Die Hände sind verschieden – das darf sich auch im Design zeigen.“

Eine besonders persönliche Form der Ringgestaltung bietet Goldschmiedin Barbara Dummer, die sich in ihrer Schmuck-Werkstatt in Natters auf Ehering-Workshops spezialisiert hat. Paare schmieden ihre Ringe dabei selbst, begleitet von professioneller Anleitung. „Viele bringen heute Alt- oder Familiengold mit“, erzählt Dummer. Daraus entstünden neue Ringe mit emotionalem Wert: „Aus zwei Familien wird symbolisch eine.“

Gestalterische Entscheidungen entwickeln sich oft erst im gemeinsamen Prozess. Besonders gefragt sei aktuell die Hammerschlag-Optik, die langlebig und pflegeleicht ist. Dummer empfiehlt, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen: „Ein früher Kostenvoranschlag schafft Klarheit. Wer sich etwa ein halbes Jahr vor der Hochzeit mit den Ringen auseinandersetzt, trifft Entscheidungen entspannter.“

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