Südtirol: Weniger Kauflaune trotz besserer Finanzlage

Die vom WIFO im Jänner durchgeführte Erhebung zeigt ein leicht verschlechtertes Konsumklima in Südtirol im Vergleich zur vorherigen Umfrage im Oktober. Der entsprechende Index liegt nun bei -8,3 Punkten, berichtet die Handelskammer Bozen in einer Aussendung. Insgesamt melden die Haushalte eine Verbesserung ihrer finanziellen Lage und zeigen sich auch hinsichtlich der Entwicklung des Arbeitsmarktes optimistisch. Sie gehen davon aus, dass die bereits sehr niedrige Arbeitslosenquote in den kommenden Monaten weiter sinken könnte. Es besteht jedoch eine starke Ungewissheit: Im Vergleich zum Herbst haben die Konsumenten ihre Kaufabsichten für langlebige Güter, wie Haushaltsgeräte und Möbel, nach unten korrigiert. Auch die Prognosen für die künftige Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft haben sich leicht verschlechtert, insbesondere bei den 50- bis 64-Jährigen und bei den selbständig Beschäftigten.
In Europa hingegen hat sich das Konsumklima gegenüber dem Herbst leicht verbessert. Im Januar stieg der Index für die Europäische Union (EU27) gegenüber Oktober um 1,5 Punkte auf -11,8 Punkte. Er liegt somit 3,5 Punkte unter dem Wert für Südtirol. Betrachtet man die einzelnen Länder, so stieg das Konsumklima in Italien um ein Punkt auf -15,4 Punkte. Auch in Deutschland und Österreich, den wichtigsten Handelspartnern Südtirols, war ein Anstieg des Konsumklimas um 1,7 bzw. 0,4 Punkte zu verzeichnen.






