von mmh 18.02.2026 15:20 Uhr

Kläbo erhöht mit Team-Sprint-Sieg auf zehntes Olympia-Gold

Superstar Johannes Hösflot Kläbo hat als zweiter Athlet nach US-Eisschnellläufer Eric Heiden das fünfte Gold bei den gleichen Spielen geholt. Der Norweger erhöhte am Mittwoch in Tesero mit dem Langlauf-Teamsprint-Sieg an der Seite von Einar Hedegart auf insgesamt zehn Olympiatitel. Das österreichische Duo Michael Föttinger und Benjamin Moser erreichte bei Prachtwetter und vor vollen Tribünen Rang sieben, Heidi Bucher und Magdalena Scherz wurden Zehnte.

APA/AFP

Föttinger/Moser fehlten sieben Sekunden auf die Bronzemedaille. Am Ende mussten sie aber noch zittern, weil die Jury nach einem Stockbruch eines Franzosen in der Wechselzone ermittelte. Es kam aber zu keiner Sanktion. Der erst spät feststehende siebente Rang war nicht ganz nach dem Geschmack des Duos. „Es war ein solides Rennen, aber leider nicht das, was wir uns erträumt haben. Aber man kann zufrieden sein, es war für uns ein bisserl ein versöhnlicher Abschluss“, sagte Moser im APA-Gespräch.

Wie Föttinger wird der Tiroler das 50-km-Rennen am Samstag nicht bestreiten und sich auf die restlichen Weltcups konzentrieren. „Der 50er ist nicht meine Paradedisziplin, und hier mit 1.900 Höhenmetern, da bin ich auch das eine oder andere Kilo zu schwer“, sagte Moser. Föttinger bedauerte seinen Rückfall in seiner letzten Runde: „Beim dritten Anstieg war es extrem. Ich hab’s leider in der letzten Runde ganz oben verloren. Leider hab ich Bennie nicht besser übergeben können. Ein bisserl mehr hätten wir uns schon vorgenommen“, sagte der Salzburger.

Bucher und Scherz happy mit Platz zehn

Gold bei den Frauen ging an die Schwedinnen Maja Dahlqvist und Jonna Sundling, 1,4 Sekunden vor der Schweiz. Nadine Fähndrich hatte im Schlussabschnitt noch einen Angriff auf Schweden gestartet, Bronze holte Titelverteidiger Deutschland in der Besetzung Laura Gimmler/Coletta Rydzek.

Bucher und Scherz schafften nach Rang acht im Vorlauf mit Platz zehn den erhofften Top-Ten-Platz. „Zwischendurch war es hart, den Anschluss zu behalten, aber auf meinen Zielsprint kann ich mich zum Glück verlassen“, sagte die Burgenländerin Scherz. Zum Glück habe sie noch einen Platz gutmachen und auf die angestrebte zehnte Position vorrücken können. Die erst 19-jährige Bucher freute sich über ein „richtig cooles“ Rennen. „Es war zwar richtig hart, doch jetzt hat der zehnte Platz rausgeschaut und damit sind wir mehr als nur zufrieden“, sagte die bei ihrem ersten Großereignis mit mehreren Talentproben positiv aufgefallene Tirolerin.

Kläbo schreibt weiter Geschichte

Zufriedenheit kann bei Kläbo kein Ausdruck sein. Nach seinem fünften Gold in Tesero vor den USA und Italien war der erst 29-jährige Olympionike beeindruckt. „Das Ganze ist ziemlich unwirklich. Alles hat so gut geklappt. Meine Form ist gut und ich bin immer noch motiviert, bei den Rennen gut abzuschneiden“, sagte Kläbo. Der Team-Sprint sei speziell. „Mit Einar ganz oben zu stehen, ist besonders toll.“ Der Rekordweltmeister hat am Samstag die Chance, ein weiteres Kapitel seiner unglaublichen Erfolgsgeschichte zu schreiben: Gewinnt er auch über 50 km, ist er der erste Sportler überhaupt, der sechs Mal Gold am gleichen Olympia-Schauplatz erobert.

Neben dem Kampf um die Medaillen hatte bereits in der Qualifikation ein Hund für kuriose Szenen gesorgt. Das Tier tauchte plötzlich auf der Zielgeraden in Tesero auf. Der Hund verfolgte die Griechin Konstantina Charalampidou und die Kroatin Tena Hadzic bis hinter die Ziellinie. Der Vierbeiner wurde beim Überqueren der Linie auch für ein Zielfoto von der offiziellen Kamera erfasst.

APA

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