von mmh 18.02.2026 14:12 Uhr

Elf Kilo Haschisch auf der MeBo sichergestellt: Verfolgungsjagd mit Drogen- Transporter

Ein spektakulärer Drogenfund ist der Polizei am Freitag, 13. Februar, auf der Schnellstraße zwischen Meran und Bozen gelungen. Beamte stellten mehr als elf Kilogramm Haschisch sicher. Der Lenker des Transporters konnte nach einer riskanten Flucht bislang entkommen.

APA

Der Vorfall ereignete sich am späten Nachmittag im Zuge verstärkter Kontrollen anlässlich der Olympischen Winterspiele 2026. Eine Polizeistreife überwachte einen Abschnitt der ME-BO, als sie auf einen Fiat Fiorino aufmerksam wurde, der in nördliche Richtung unterwegs war. Die Beamten forderten den Fahrer mit Blaulicht und Anhaltekelle zum Anhalten auf.

Verfolgungsjagd endet mit Sprung aus dem fahrenden Auto

Zunächst schien der Lenker den Anweisungen Folge zu leisten: Er verlangsamte die Fahrt und fuhr auf die Verzögerungsspur beim Anschluss Andrian. An der Verkehrsinsel beschleunigte er jedoch plötzlich stark, scherte wieder auf die Schnellstraße ein und flüchtete. Es folgte eine rund zehn Kilometer lange Verfolgungsjagd.

Auf Höhe der Ausfahrt Lana kam es schließlich zu einer dramatischen Szene: Der Fahrer lenkte den Transporter in Richtung Mittelleitschiene, sprang aus dem noch rollenden Fahrzeug, lief zwischen fahrenden Autos über die Fahrbahn und flüchtete anschließend in die angrenzenden Felder entlang der Etsch. Trotz sofort eingeleiteter Suchmaßnahmen blieb die Fahndung ohne Erfolg.

Die Einsatzkräfte konzentrierten sich zunächst darauf, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Der führerlose Transporter wurde von der Fahrbahn gebracht, der Verkehr abgesichert und mögliche Gefahrenstellen entschärft.

Gestohlenes Fahrzeug und umfangreicher Drogenfund

Nachdem die Situation unter Kontrolle war, wurde die Spurensicherung der Quästur Bozen hinzugezogen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs entdeckten die Beamten unter den Sitzen und im Laderaum mehr als 40 Haschischpakete mit einem Gesamtgewicht von rund elf Kilogramm.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Fiat Fiorino am selben Tag in Reggio Emilia als gestohlen gemeldet worden war. Die Ermittlungen zur Identität des flüchtigen Fahrers laufen auf Hochtouren. Sie werden von der Mobilen Einheit der Quästur Bozen sowie der Kriminalpolizei der Verkehrspolizei geführt und von der Staatsanwaltschaft Bozen koordiniert. Ziel ist es, den Fahrer anhand der gesicherten Spuren eindeutig zu identifizieren.

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