SVP: Harald Stauder verteidigt „Tirol“-Schriftzüge

Aus Sicht der SVP handle es sich bei der Bezeichnung Tirol um einen historisch gewachsenen Begriff mit kultureller und gesellschaftlicher Bedeutung für das Land. Stauder betont, dass die geplanten Olympischen Spiele nicht nur ein großes Sportereignis seien, sondern auch eine besondere Gelegenheit böten, Südtirol international zu präsentieren. In diesem Zusammenhang sei es legitim, traditionelle und historisch verankerte Bezeichnungen sichtbar zu machen.
Kritik an den Schriftzügen und die teils scharf formulierten Gegenreaktionen bezeichnet Stauder als überzogen. Für das nationalistische Aufkochen mancher Stimmen zeigt er kein Verständnis. In seiner Stellungnahme verweist er auf die Geschichte Südtirols und erinnert daran, dass die Verwendung des Wortes Tirol in der Vergangenheit unter dem Faschismus verboten worden sei. Zugleich kritisiert er die damals eingeführten, künstlich geschaffenen Orts- und Flurnamen, die vielfach keinen historischen Ursprung hätten und im alltäglichen Sprachgebrauch kaum verankert seien.
Trotz der Kontroverse sieht Harald Stauder auch einen positiven Nebeneffekt der Debatte. Die aktuellen Reaktionen würden zeigen, dass weiterhin Bedarf an historischer Aufklärung bestehe. Die Diskussion biete daher die Gelegenheit, geschichtliche Hintergründe erneut stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.






