Lawinengefahr steigt deutlich

Neu von Stufe 4 betroffen sind die Regionen Ammergauer Alpen Süd, Grieskogelgruppe, Samnaungruppe, Kaunergrat, Kühtai-Geigenkamm, Sellrain-Alpeiner Berge, Glockturmgruppe, Weißkugelgruppe, Gurgler Gruppe sowie die Stubaier Alpen Mitte. Bereits zuvor galt die hohe Warnstufe in den Lechtaler Alpen, im Mieminger Gebirge, in den Allgäuer Alpen Ost, im Karwendelgebirge West, in der Verwallgruppe sowie im Silvrettagebirge Ost. In den übrigen Teilen Nordtirols und in Osttirol bleibt die Lawinengefahr auf Stufe 3 („erhebliche Gefahr“).
Nach Prognosen werden in den kommenden 24 Stunden verbreitet weitere 15 bis 30 Zentimeter Neuschnee erwartet, örtlich auch mehr. Gleichzeitig sorgt starker bis stürmischer Westwind für intensive Schneeverfrachtungen. Dadurch entstehen umfangreiche Triebschneeansammlungen, die auf einer schwachen Altschneedecke liegen und als besonders störanfällig gelten.
„Aktuelle Situation sehr ernst“
Nord- und Osttirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair warnt vor den Risiken im freien Gelände: „Die aktuelle Situation im alpinen Gelände ist sehr ernst. Die Kombination aus starkem Neuschnee, stürmischem Wind und einer instabilen Schneedecke führt zu einer sehr hohen Lawinengefahr.“ Wintersportler sollten die Warnungen unbedingt ernst nehmen und ihr Verhalten entsprechend anpassen.
Auch Matthias Walcher vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol betont die Brisanz der Lage. Lawinen könnten derzeit bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden, zudem seien spontane Abgänge zu erwarten. Diese könnten groß, in besonders niederschlagsreichen Gebieten sogar sehr groß werden. Aktuelle Beobachtungen und bereits abgegangene Lawinen bestätigten die gefährliche Situation. Besonders gewarnt wird vor den Auslaufbereichen großer Lawinen, die konsequent gemieden werden sollten.






