Zusätzlich verweist Unterberger auf eine schrittweise Verlagerung von Kompetenzen hin zum Stadtrat. Durch erhöhte Betragsgrenzen, die in der vergangenen Legislaturperiode beschlossen worden seien, würden mehr Entscheidungen ohne Befassung des Gemeinderats getroffen. Das schwäche das zentrale gewählte Organ und relativiere den Wählerwillen.
Gleichzeitig betont der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, dass die Opposition grundsätzlich über genügend Mandate verfüge, um gemäß Gemeindeordnung eine Einberufung des Gemeinderats zu erzwingen. Dafür wäre ein Fünftel der Ratsmitglieder ausreichend. Diese Möglichkeit sei bisher jedoch nicht genutzt worden. Wer Transparenz fordere, müsse auch bereit sein, die vorgesehenen demokratischen Instrumente konsequent einzusetzen.
Stefan Unterberger fordert die Nachholung der abgesagten Sitzung sowie eine stärkere Rückverlagerung politischer Debatten in das öffentliche Plenum. Demokratie dürfe nicht auf Verwaltungsabläufe reduziert werden, sondern lebe vom offenen Austausch der Argumente.







