von lif 14.02.2026 17:48 Uhr

Sorge um Zweijährigen nach missglückter Herz-OP

Nach einer völlig misslungenen Herz-Transplantation besteht für einen kleinen Buben in Italien kaum noch Hoffnung. Der Bub liegt seit Weihnachten in der süditalienischen Großstadt Neapel auf der Intensivstation. Beim Transport eines ersten Spenderherzens aus Bozen ist das Ersatzorgan falsch gekühlt worden.

Bild von Esi Grünhagen auf Pixabay

Der Zweijährige leidet an einem schweren Herzfehler. Kurz vor Weihnachten kam die Nachricht, dass in Südtirol ein Kind ertrunken sei, dessen Herz für eine Transplantation genutzt werden könne. Das Organ wurde 800 Kilometer weiter nach Neapel gebracht. Dabei wurde es nach bisherigen Erkenntnissen jedoch nicht wie üblich in herkömmlichem Eis, sondern in deutlich kälterem Trockeneis transportiert. Dadurch sei es „buchstäblich erfroren“, hieß es. Die Ärzte entschieden trotzdem, das Herz zu transplantieren.

Seit der misslungenen Operation wird der Bub mit Hilfe einer Maschine am Leben gehalten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Eltern schalteten nun eine Klinik aus Rom ein, um die Heilungschancen ihres Sohnes zu begutachten. Ihr Anwalt Francesco Petruzzi berichtete der Fernsehensender Rai3, dass der Bub nach Einschätzung dieser Ärzte „nicht mehr transplantierbar“ sei.

Ärzte in Neapel wollen noch nicht aufgeben

Hingegen sind die behandelnden Ärzte des Monaldi-Krankenhauses in Neapel der Meinung, dass eine zweite Transplantation noch möglich sei. Der Bub steht nach italienischen Medienberichten auf der Liste der möglichen Empfänger eines Spenderherzens mit derselben Blutgruppe ganz oben. Damit wird nun in ganz Europa nach einem Ersatzorgan für ihn gesucht – ohne dass das bisher Erfolg hatte.

APA/UT24 

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