Florian Stumfall

12.02.2026

Jugendschutz oder Maulkorb?

Die Forderung, junge Menschen unter 16 Jahren von den sogenannten sozialen Medien abzukoppeln, geistert in Deutschland herum wie ein zählebiger Troll. Natürlich ist dabei die Rede von Jugendschutz und davon, dass in diesen Medien jeder ungehindert Unsinn und Lügen verbreiten kann. Das allerdings kann man auch in den herkömmlichen Presseorganen, seien sie gedruckt oder elektronisch, und davon wird auch reichlich Gebrauch gemacht. Wollte man also die Begründung für das altersbedingte Abzwicken ernst nehmen, so müsste man das auch auf die Erwachsenen anwenden.

Symbolbild von Firmbee auf Pixabay

Der wahre Grund

Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Die deutschen Staatsmedien und die windschnittigen Presseorgane leiden samt und sonders an Schwund. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender hängen ohnehin an den staatlich garantierten Zwangsgebühren und auch die Mehrheit der Zeitungsverlage nimmt dankbar Zuwendungen von der Regierung, wenn möglich, in Millionen-Höhe.

Gleichzeitig werden Zuschauer und Leser weniger. Die Leute glauben den Nachrichten nicht mehr als der Wettervorhersage, das heißt, arg wenig.

Angst vor Konkurrenz

Die alternativen Medien aber legen zu, ganz ohne staatliche Hilfe. Das macht die Politiker ebenso nervös wie die Betreiber der Staatsmedien. Man will sich deshalb der lästigen Konkurrenz entledigen. Der Vorwand des Jugendschutzes aber ist wenig glaubhaft.

Aus derselben Ecke, die jetzt die jungen Leute als schutzbedürftig und ahnungslos hinstellt, kommt immer wieder die Forderung nach einem Wahlrecht ab 16.

In Wahrheit dient ein – vorerst – teilweises Verbot der freien Medien einzig und allein der Einschränkung der weiteren Meinungsfreiheit.

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