von mmh 12.02.2026 15:47 Uhr

Zukunftsquartier in Eppan: Bürgermitwirkung als Erfolgsmodell

Gestern, am 11. Februar, fand im Lanserhaus in Eppan die Abschlussveranstaltung zum Bürgerbeteiligungsprozess rund um das Areal Rastwiesen – die ehemalige Mercanti-Kaserne – statt. Unter dem Titel „Von den Rastwiesen über die Mercanti-Kaserne zurück zu einem Viertel“ präsentierten Vertreter der Gemeinde, der Eigentümerin Autonome Provinz Bozen – Südtirol und Euregio Plus SGR die Ergebnisse des Prozesses. Ziel war es, die Entwicklung des zentralen Zukunftsareals nicht nur planerisch, sondern gemeinsam mit der Bevölkerung zu gestalten.

Modell der Rastwiesen

Die Ratsfraktion Pro Eppan betont, dass der Prozess ohne den jahrelangen Druck aus der Opposition nicht zustande gekommen wäre. „Wir haben konsequent darauf gedrängt, dass die Entwicklung dieses Areals nur unter Einbeziehung der Ideen, Vorschläge und Bedürfnisse der Bevölkerung stattfinden darf“, so die Fraktion. Bürgercafés, Stakeholder-Treffen und ein Bürgerrat ermöglichten es den Eppanern, aktiv mitzuwirken. Auf dieser Basis wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, an dem zahlreiche Architekturbüros teilnahmen. Das Gewinnerteam „feld72 architekten“ arbeitet nun am Durchführungsplan mit.

Umsetzungsphase startet – Transparenz und Leistbarkeit im Fokus

Der Durchführungsplan wird diese Woche vom Ausschuss verabschiedet, gefolgt von der gesetzlich vorgesehenen 30-tägigen Stellungnahmefrist. Pro Eppan fordert, dass die Bürgerbeteiligung auch in der Umsetzungsphase verbindlich bleibt. Besonders wichtig sei, dass der Wohnraum für junge Menschen und Familien tatsächlich leistbar bleibe. Ein Teil der Flächen ist zwar für sozialen Wohnbau vorgesehen, doch dies allein reiche nicht aus. Die Fraktion fordert zusätzliche Instrumente, um zu verhindern, dass ökonomische Interessen das neue Viertel dominieren.

Drei zentrale Forderungen für das neue Viertel

  1. Beteiligung fortsetzen: Regelmäßige öffentliche Updates, transparente Entscheidungswege und Dialogformate auch während der Umsetzung.
  2. Leistbarkeit sichern: Klare Quoten und Modelle, die tatsächlich unter Marktpreis liegen.
  3. Qualität sichern: Großzügige Freiräume, nachhaltige Mobilität und soziale Infrastruktur, um ein lebendiges Quartier zu schaffen.

Pro Eppan betont: Das Projekt kann ein Vorzeigeprojekt für partizipative Ortsentwicklung werden – vorausgesetzt, die Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsprozesses werden nicht verwässert. Die Fraktion will die Umsetzung konstruktiv-kritisch begleiten und dafür sorgen, dass aus Beteiligung reale Politik wird.

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