Europol beschlagnahmt 1,2 Milliarden Euro Falschgeld

Die Blüten seien den Angaben zufolge per Post verschickt worden. Über 90 Prozent der Lieferungen stammten laut Europol aus China. Die Behörde stehe im engen Kontakt mit der Europäischen Zentralbank, um gemeinsam mit den zuständigen Behörden in China die Fälschung europäischer Währungen zu unterbinden.
Millionen Blüten - aus China
Die Fahnder fingen in der sechs Monate dauernden Aktion insgesamt 79 Pakete mit Falschgeld ab. Allein rumänische Ermittler stellten mehr als 4,8 Millionen Blüten sicher. Sie hoben zudem ein Lager mit mehr als 223.000 gefälschten Geldscheinen aus. Auch diese seien aus China gekommen, teilte Europol mit.
In Portugal, Großbritannien und den USA waren drei Lieferungen mit mehr als 220.000 gefälschten Münzen abgefangen worden – ebenfalls aus China.
Inzwischen seien nach dem Bericht von Europol 70 Ermittlungsverfahren gegen die hinter dem Handel stehenden Fälscherbanden eingeleitet worden. Ob es bereits Festnahmen gab, sei nicht bekannt. Die Ermittler fanden nicht nur gefälschte Euro, sondern auch US-Dollar, britische Pfundnoten und Schweizer Franken.
Bundeskriminalamt führend
Zwischen Juni und November 2025 fand die dritte operative Phase der Operation Decoy statt, die seit 2023 lief. Nachdem Spanien und Portugal die ersten beiden geleitet haben, hatte Österreich zuletzt die Leitung inne – und zwar durch das Büro für Betrugsermittlungen des Bundeskriminalamtes (BK).
Während der sechsmonatigen Einsatzphase beschlagnahmten die Behörden 379 Pakete mit Falschgeld. Dies führte zu 70 neuen Ermittlungen gegen die dahinterstehenden kriminellen Netzwerke. Insgesamt wurden mehr als sieben Millionen gefälschte Gegenstände aus dem Verkehr gezogen, darunter 4,8 Millionen Euro-Banknoten und -münzen, 2,3 Millionen US-Dollar, 23.302 Britische Pfund und 4.800 Schweizer Franken, letztere in Österreich, ebenso wie 890 Euro-Blüten.
apa






