von ih 11.02.2026 13:27 Uhr

Kritik an neuer Verkehrsführung am Boznerplatz

Die Neugestaltung des Boznerplatzes in Innsbruck sorgt weiter für politische Diskussionen. Scharfe Kritik kommt von der FPÖ: Stadtparteiobmann und Gemeinderat Rudi Federspiel bezeichnet das Projekt als Fehlschlag und spricht von einem „Verkehrschaos“ infolge der neuen Straßenführung.

Der Bozner Platz mit dem Rudolfsbrunnen (Richtung Westen, 2018) (Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Bozner_Platz_mit_Rudolfsbrunnen_%28BT0A2877%29.jpg)

Laut Rudi Federspiel hätten sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Bürger bei ihm gemeldet und ihrem Ärger Luft gemacht. Besonders die Verkehrsregelung, wonach viele Fahrten nun über den Bereich des Hauptbahnhofs geführt werden, stoße auf Unverständnis. Aus seiner Sicht sei die Situation unübersichtlich und führe zu Verzögerungen im Stadtverkehr.

Der FPÖ-Politiker wirft der Stadtregierung vor, bewusst Maßnahmen gegen den motorisierten Individualverkehr zu setzen. Insbesondere die Rolle der Grünen innerhalb der Koalition sieht er kritisch. In diesem Zusammenhang spricht er auch von einem fortlaufenden Abbau von Parkmöglichkeiten im Stadtgebiet.

Neben der Verkehrsführung bemängelt die FPÖ auch die Kosten und die Gestaltung des umgebauten Platzes. Federspiel bezeichnet den Boznerplatz als „Millionenprojekt“ in einer finanziell angespannten Lage der Stadt. Zudem kritisiert er den geringen Grünanteil sowie fehlende Beschattung. Nach seiner Darstellung bestehe im Winter erhöhte Rutschgefahr durch vereiste Flächen, während sich der Platz im Sommer stark aufheizen könnte, da neu gepflanzte Bäume erst in einigen Jahren ausreichend Schatten spenden würden.

Abschließend ordnet Federspiel das Projekt in eine Reihe aus seiner Sicht misslungener städtischer Vorhaben ein und spricht von einem weiteren Eintrag in einer „Hall of Shame“ kommunaler Projekte.

Vonseiten der Stadtregierung lagen zunächst keine Stellungnahmen zu den Vorwürfen vor.

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