von veo 10.02.2026 11:10 Uhr

Deepfakes und KI am Safer Internet Day 2026

Manipulierte Videos und KI-generierte Stimmen erschweren die Einschätzung von Online-Inhalten. Verbraucher sind gefordert, kritisch zu prüfen und nur offizielle Quellen zu nutzen.

Cyberkriminalität nimmt immer mehr zu (Bild: Kalhh / Pixabay).

Am heutigen 10. Februar  macht das Europäische Verbraucherzentrum Italien (EVZ) im Rahmen des Safer Internet Day auf die zunehmenden Gefahren durch Deepfakes und KI aufmerksam. Künstliche Intelligenz erlaubt es heute, realistisch wirkende, aber gefälschte Video- oder Audioinhalte leicht zu erstellen. Dazu gehören etwa Gesichtsüberlagerungen, Stimmklone oder generative Tools, die öffentliche Personen „sprechen“ lassen, ohne dass diese die Worte tatsächlich gesagt haben.

„Heute reicht es nicht mehr, dem zu vertrauen, was wir online sehen oder hören“, erklärt Maria Pisanó, Direktorin des EVZ Italien in einer Presseaussendung. „Inhalte, die mit künstlicher Intelligenz erzeugt werden, können echt wirken – auch wenn sie komplett gefälscht sind. Für Verbraucher ist es unerlässlich, kurz innezuhalten, nachzudenken und nur offizielle Kanäle zu nutzen, bevor sie bezahlen oder persönliche Daten teilen.“

Betrüger nutzen Deepfakes, um zum Beispiel angebliche Finanzbehörden oder bekannte Persönlichkeiten in Videos auftreten zu lassen, um Seriosität vorzutäuschen. Auch KI-generierte Stimmen kommen zum Einsatz, etwa beim „Ich ruf dich schnell an“-Betrug, bei dem die Stimmen von Angehörigen oder Mitarbeitenden geklont werden, um Geld oder sensible Daten zu erpressen.

Schutzmaßnahmen: kritischer Blick und sichere Quellen

Um sich vor Manipulationen zu schützen, rät das EVZ zu einem wachsamen Umgang mit Online-Inhalten. Experten empfehlen folgende Hinweise:

  • Genau hinschauen: Deepfakes zeigen oft visuelle Unstimmigkeiten, etwa unnatürliche Bewegungen, unlogische Licht- oder Schattenverläufe, unsaubere Ränder, unscharfe Übergänge oder unpassende Lippenbewegungen. Auch unregelmäßiges Blinzeln, merkwürdige Mimik oder auffällig glatte Haut sind typische Warnsignale.

  • Genau hinhören: KI-Stimmen wirken oft monoton, künstlich oder haben Tonartefakte. Fehlende Nebengeräusche wie Atmen oder Räuspern können ebenfalls auffallen.

  • Quellen prüfen: Auf dringende Aufforderungen per E-Mail, Nachricht oder Telefon sollte niemals unüberlegt reagiert werden. Verdächtige Links nicht anklicken, Kontakt über offizielle Kanäle aufnehmen.

  • Sicherheitswort vereinbaren: Familien oder Teams können ein geheimes Wort festlegen, um verdächtige Anfragen zu verifizieren.

  • Vorsicht bei QR-Codes: Nicht unbekannte QR-Codes scannen; die offizielle Website selbst aufrufen.

Bei Betrugsverdacht sollte umgehend die Postpolizri kontaktiert und keine weiteren Daten an Kriminelle weitergegeben werden. Das EVZ Italien steht für Fragen zu Verbraucherrechten und Unterstützung bei Problemen mit Unternehmen in anderen EU-Ländern zur Verfügung.

Kurz gesagt: Ein „Zero-Trust“-Ansatz im Alltag schützt am besten vor Online-Betrug. Aufmerksamkeit, kritisches Prüfen und die Nutzung offizieller Quellen sind die wirksamsten Mittel für mehr digitale Sicherheit.

Kontakt EVZ : Telefon: +39 0471 980939 (Büro Bozen)

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