von ih 09.02.2026 15:43 Uhr

Gesundheit ohne Grenzen in Gesamttirol

Gesundheitsleistungen über die einzelnen Tiroler Landesteile hinweg einfacher zugänglich machen – dieses Ziel verfolgt die neue Gesamttiroler Broschüre „Grenzenlos gesund“, die am Montag im Waaghaus in Bozen vorgestellt worden ist. Die gemeinsame Publikation der Europaregion Tirol bietet einen kompakten Überblick über Rechte, Angebote und Abläufe der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung.

Stellten das Projekt „Bürgernahe Gesundheit“ vor: Matthias Fink (Euregio-Generalsekretär), Maria Pflanzner-Stockl, Volksanwalt Sandro Raimondi, Landesrat Hubert Messner, Volksanwältin Veronika Meyer, Birger Rudisch und Günther Sommia. - Foto: LPA/Fabio Brucculeri.

Die Broschüre richtet sich an Bürger aus dem Bundesland  Tirol, Südtirol und Welschtirol und erklärt verständlich die wichtigsten Regelungen zur medizinischen Versorgung im EU-Ausland. Thematisiert werden unter anderem Patientenrechte in der Europäischen Union, die Mobilität von Patientinnen und Patienten innerhalb der Euregio sowie die Nutzung der Europäischen Krankenversicherungskarte. Ergänzt werden die Informationen durch häufig gestellte Fragen, konkrete Beispiele und eine Übersicht wichtiger Kontakt- und Anlaufstellen.

Der Südtiroler Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit, Hubert Messner, betonte bei der Vorstellung den praktischen Nutzen der Publikation: Die tirolübergreifende Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich bringe den Menschen bereits heute konkrete Vorteile. Mit der Broschüre werde nun zusätzliche Transparenz geschaffen. Ziel sei es, Gesundheitsrechte in verständlicher Form aufzubereiten und den Bürgern ein leicht nutzbares Informationswerkzeug an die Hand zu geben.

Entstanden ist die Veröffentlichung im Rahmen des EU-geförderten Interreg-Projekts „Fit for Cooperation“ (Fit4Co) zwischen Italien und Österreich. Projektleiter Birger Rudisch, Patientenvertreter aus Tirol, hob hervor, dass durch das Projekt die Zusammenarbeit mit Südtirol vertieft und auf das Trentino ausgeweitet werden konnte. Die Ergebnisse seien nun in Form konkreter Serviceangebote sichtbar.

Auch die Volksanwaltschaften der beteiligten Tiroler Landesteile sehen in der Broschüre einen wichtigen Schritt. Die Südtiroler Volksanwältin Veronika Meyer verwies auf den besonderen Wert der Zweisprachigkeit für Ratsuchende. Ihr Welschtiroler Amtskollege Sandro Raimondi unterstrich, dass sich viele Anliegen der Menschen in allen Teilen Tirols ähneln und die Kooperation weiter ausgebaut werden sollte.

Gedruckt wurden rund 3.700 Exemplare. Diese werden über Volksanwaltschaften, Patientenvertretungen, Gesundheitsbetriebe, Arztpraxen, Selbsthilfegruppen und soziale Einrichtungen verteilt.

Im Rahmen der Projektvorstellung wurde zudem ein weiteres Fit4Co-Ergebnis präsentiert: Beim Tag der offenen Tür im Innsbrucker Landhaus im Oktober 2025 informierte eine Gesundheitsstraße mit überdimensionalen Organmodellen und begleitender medizinischer Beratung rund 20.000 Besucher. Vertreter sozialer Organisationen betonten in diesem Zusammenhang die Bedeutung niederschwelliger Informationsangebote und verständlicher Gesundheitsaufklärung.

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