von ih 09.02.2026 13:46 Uhr

Staat fördert künstliche Befruchtung für Asylanten

Der österreichische Staat unterstützt künstliche Befruchtungen nicht nur für Staatsbürger, sondern auch für bestimmte Gruppen von Nicht-Österreichern. Laut einer Informationsbroschüre des SPÖ-geführten Sozialministeriums übernimmt der IVF-Fonds des Bundes bis zu 70 Prozent der Behandlungskosten. Anspruch haben neben Österreichern auch EU-Bürger, freizügigkeitsberechtigte Personen sowie Asylberechtigte mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht und Inhaber einer „Aufenthaltsberechtigung plus“.

dpa-Zentralbild

2024 wurden österreichweit 12.623 Versuche künstlicher Befruchtung durchgeführt. Die Gesamtkosten lagen bei 21,4 Millionen Euro. Pro Behandlung werden bis zu 3.080 Euro gefördert, grundsätzlich für bis zu vier Versuche pro Paar. Nach Eintritt einer Schwangerschaft kann erneut ein Anspruch auf weitere vier Behandlungen entstehen.

Kritik kommt von der FPÖ. Parteivertreter bemängeln eine zusätzliche Belastung des Gesundheits- und Sozialsystems und fordern, die Förderung auf österreichische Staatsbürger zu beschränken. Auch auf kommunaler Ebene wird auf steigende Fallzahlen bei Drittstaatsangehörigen hingewiesen.

Das Sozialministerium erklärte, derzeit sei keine Änderung der Förderpraxis geplant. Daten des Österreichischen Instituts für Familienforschung zeigen zudem, dass die Geburtenrate zugewanderter Frauen bereits über jener von Österreicherinnen liegt.

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