Ist der Valentinstag noch „in“?

In Deutschland planen fast 28 Prozent der Menschen, zum Valentinstag etwas einzukaufen, wie eine Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) aus dem Jahr 2025 zeigt. Das sind deutlich mehr als 2020, als nur knapp 17 Prozent einkaufen wollten. Der HDE rechnet mit zusätzlichen Umsätzen von 1,5 Milliarden Euro im Einzelhandel. Laut der Umfrage, die das IFH Köln durchgeführt hat, steigen die Ausgaben vor allem für Blumen, Lebensmittel, Geschenkartikel und Schmuck.
Doch nicht jeder findet den Tag wichtig. Eine YouGov-Umfrage vom Februar 2025 ergab, dass für 41 Prozent der Befragten der Valentinstag überhaupt keine Bedeutung hat. Weitere 40 Prozent finden ihn sehr oder eher unwichtig. Nur 15 Prozent geben an, dass der Tag viel Bedeutung hat.
In der Gastronomie boomt es. Eine Verbraucherumfrage von Ripple Research aus Ende 2025 und Anfang 2026 zeigt, dass 54 Prozent der Deutschen planen, am Valentinstag auswärts essen zu gehen, das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Viele Restaurants melden bereits volle Buchungen, wie OpenTable-Daten aus 2025 bestätigen.
In Österreich und Italien bleibt der Tag beliebt
In Österreich gibt es ähnliche Trends. Statista-Umfragen zur Ausgabebereitschaft zeigen, dass viele Menschen Geschenke planen, die im Schnitt um die siebzig Euro kosten. Der Handelsverband Österreich rechnet mit Umsätzen von rund 150 Millionen Euro.
In Italien feiern sechzig Prozent der Menschen den Valentinstag weiter, wie RaiNews im Februar 2025 berichtete.
Mehr Erlebnisse statt klassischer Geschenke
Während in den USA der Valentinstag Rekorde mit Ausgaben von 27,5 Milliarden Dollar im Jahr 2025 bricht (Quelle: NRF), zeigt sich in Europa ein leichter Wandel. Manche Analysen sprechen von sinkendem Interesse an traditionellen Geschenken wie Süßigkeiten, stattdessen boomen aber Erlebnisse wie Restaurantbesuche oder Reisen.
In Südtirol mischen sich die Bräuche. Viele Paare halten an Blumen und einem Abendessen fest, andere sehen den Tag eher als kommerziellen Rummel. Die Umfragen deuten darauf hin: Der Valentinstag ist nicht tot und bleibt für viele ein willkommener Anlass, Zuneigung zu zeigen.






