Rechnungshof legt schwere Mängel in Osttiroler Gemeinde offen

Der Bericht, der auf Antrag des Tiroler Landtags erstellt wurde, zeichnet laut FPÖ ein katastrophales Bild. Ende 2022 sei die Gemeinde faktisch zahlungsunfähig gewesen, mit einem kumulierten negativen Nettogewinn von 4,6 Millionen Euro zwischen 2020 und 2023. Massive Verstöße gegen die Tiroler Gemeindeordnung, unautorisierte Kredite, fehlende Liquiditätsplanung und Fehlbuchungen hätten zu off-budget-Schulden von über zwanzig Millionen Euro geführt.
Projekte wie das unvollendete Freischwimmbad und das Tauernstadion werden als Beispiele für fehlende Eigenmittel und überzogene Ausgaben genannt. FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger betont, dass alle Kritikpunkte, die seine Partei seit Jahren vorbringe, nun bestätigt seien. Unter dem ehemaligen ÖVP-Bürgermeister Andreas Köll seien Verträge ohne Gemeinderatsbeschluss abgeschlossen worden.
Abwerzger wirft der ÖVP-Landespolitik vor, die Probleme seit 2016 gekannt und durch Zuschüsse nur überdeckt zu haben, statt einzugreifen. Auch der heutige Landeshauptmann Anton Mattle habe als Insider Bescheid gewusst und in Landtagsanfragen ausweichend geantwortet. Die FPÖ fordert nun klare Konsequenzen für die verantwortlichen Politiker. Der Rechnungshofbericht liefert aus Sicht der Freiheitlichen den Beweis für jahrelange grob fahrlässige Finanzpolitik in Matrei.






