Land legt erstmals Radonrisikogebiete in Südtirol fest

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Gas, das aus dem Boden in Gebäude eindringen und sich vor allem in Kellern und Erdgeschossen sammeln kann. Bei dauerhaft erhöhter Konzentration steigt das Risiko für Lungenkrebs deutlich. Laut Weltgesundheitsorganisation ist Radon nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache dafür.
Die Ausweisung als Risikogebiet bedeutet jedoch nicht automatisch eine akute Gefahr. Vielmehr soll die Karte als Orientierung dienen. Fachleute empfehlen Messungen, da Radon weder sichtbar noch riechbar ist. Schon einfache Maßnahmen wie regelmäßiges Lüften, das Abdichten von Kellerräumen oder kleinere bauliche Anpassungen können die Belastung deutlich senken.
In ausgewiesenen Gebieten sind zusätzliche Messungen geplant, insbesondere in Schulen und öffentlichen Gebäuden. Die Risikokarte soll regelmäßig aktualisiert werden. Ziel ist ein möglichst wirksamer Schutz der Bevölkerung.






