von ih 06.02.2026 14:42 Uhr

Land legt erstmals Radonrisikogebiete in Südtirol fest

Die Südtiroler Landesregierung hat erstmals offizielle Radonrisikogebiete definiert und eine entsprechende Radonkarte veröffentlicht. Ziel ist es, die Bevölkerung besser zu informieren und Vorsorgemaßnahmen zu erleichtern. Die Karte ist auf der Website der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz abrufbar und basiert auf Messdaten der vergangenen 20 Jahre. Damit setzt das Land auch eine entsprechende EU-Vorgabe um.

Erstmals sind in Südtirol Gebiete mit erhöhtem Radonrisiko festgelegt worden. Grundlage sind Messdaten aus 20 Jahren. Die Einstufung erfolgt nach EU-Vorgaben und dient der gezielten Vorsorge. - Quelle: Ressort für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Energie, Raumentwicklung und Sport.

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Gas, das aus dem Boden in Gebäude eindringen und sich vor allem in Kellern und Erdgeschossen sammeln kann. Bei dauerhaft erhöhter Konzentration steigt das Risiko für Lungenkrebs deutlich. Laut Weltgesundheitsorganisation ist Radon nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache dafür.

Die Ausweisung als Risikogebiet bedeutet jedoch nicht automatisch eine akute Gefahr. Vielmehr soll die Karte als Orientierung dienen. Fachleute empfehlen Messungen, da Radon weder sichtbar noch riechbar ist. Schon einfache Maßnahmen wie regelmäßiges Lüften, das Abdichten von Kellerräumen oder kleinere bauliche Anpassungen können die Belastung deutlich senken.

In ausgewiesenen Gebieten sind zusätzliche Messungen geplant, insbesondere in Schulen und öffentlichen Gebäuden. Die Risikokarte soll regelmäßig aktualisiert werden. Ziel ist ein möglichst wirksamer Schutz der Bevölkerung.

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