SVP fordert stabile EU-Fördermittel für Südtiroler Landwirtschaft

Mit seinem Antrag forderte Locher gemeinsam mit seinen Mitunterzeichnern Waltraud Deeg, Arnold Schuler, Harald Stauder und Josef Noggler das italienische Parlament und die Regierung auf, dafür zu sorgen, dass der ländliche Raum, insbesondere die Berggebiete, auch weiterhin bestmöglich finanziell unterstützt wird. „Berggebiete hatten immer eine marginale Rolle, umso mehr müssen wir die Voraussetzungen für die Landwirtschaft sichern“, erklärte Locher am Rande der Landtagssitzung.
Berggebiete besonders betroffen
Kritisch sieht Locher die geplanten Änderungen bei Direktzahlungen, strengere Umweltauflagen und die mögliche Konzentration der Mittel auf Produkte, die nicht den lokalen Gegebenheiten entsprechen. „Wenn künftig weniger Unterstützung für landwirtschaftliche Produkte bereitsteht, steigen die Kosten, die Produktion wird eingeschränkt. Damit wird Lebensmittelsicherheit zu einem Wunschdenken und die Abhängigkeit von Importen steigt“, warnte Locher.
Ab 2028 sollen die Mitgliedsstaaten die Mittelverteilung selbst steuern, während die EU nur noch Rahmen und Finanzierung vorgibt. Locher befürchtet, dass kleinstrukturierte Betriebe in den Berggebieten besonders darunter leiden werden. Kürzungen bei Ausgleichszulagen oder Zuschüssen treffen auf höhere Produktions- und Erschwerniskosten – das könne im schlimmsten Fall zur Aufgabe vieler Höfe führen.
Mit seinem Antrag will Locher auf den seit 1992 herrschenden Abwärtstrend im EU-Agrarhaushalt aufmerksam machen und die Notwendigkeit einer stabilen Unterstützung für die Südtiroler Landwirtschaft unterstreichen.






