von lif 05.02.2026 10:48 Uhr

„Nein zu KI-Übersetzungen im Krankenhaus“

Im Landtag ist über den Einsatz von KI-Übersetzungen im Gesundheitswesen diskutiert worden. Die Landtagsabgeordnete Myriam Atz sprach sich dabei gegen den Einsatz künstlicher Übersetzungssysteme in Krankenhäusern aus. Sie schlägt stattdessen den Einsatz von spezialisierten Dolmetschern vor. Allerdings nur als Zwischenlösung: „Die Zweisprachigkeit darf nicht angetastet werden!“

Das Kind befindet sich derzeit (Archiv/UT24/su)

Atz begründet ihre Ablehnung vor allem mit dem Datenschutz und der besonderen Sensibilität medizinischer Informationen. „Im Krankenhaus geht es um hochsensible, teils lebensentscheidende Daten. Diese dürfen keinesfalls durch automatisierte Systeme verarbeitet werden, bei denen unklar ist, wo und wie die Daten gespeichert oder weiterverwendet werden“, betont die Abgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.

Statt auf KI-Lösungen zu setzen, plädiert Atz für den gezielten Einsatz spezialisierter Dolmetscher in den einzelnen Abteilungen. Diese sollten bei Bedarf kurzfristig hinzugezogen werden können und über medizinisches Fachvokabular verfügen. „Gerade im Gesundheitswesen sind präzise Übersetzungen und ein tiefes Verständnis der Situation unerlässlich“, betont Atz. Besonders bei Diagnose- und Aufklärungsgesprächen sei das menschliche Gespräch durch nichts zu ersetzen. „Vertrauen, Empathie und das richtige Gespür für Zwischentöne spielen eine zentrale Rolle. Der Mensch darf im Krankenhaus nicht auf der Strecke bleiben“, so Atz.

Das alles dürfe aber nicht die Pflicht zur Zweisprachigkeit aushöhlen. „Das Recht auf Gebrauch der Muttersprache ist ein hart erkämpftes Grundrecht, das nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden darf“, betont Atz abschließend.

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