Vertrag läuft aus: Unsicherheit in Europa

Was ist der New-START-Vertrag überhaupt?
Der Vertrag wurde 2010 von den damaligen Präsidenten Barack Obama und Dmitri Medwedew in Prag unterzeichnet. Er trat ein Jahr später in Kraft und wurde 2021 um fünf Jahre verlängert, bis zum 5. Februar dieses Jahres. Das Abkommen begrenzt die Zahl der einsatzbereiten Atomwaffen auf jeweils 1.550 pro Land, sowie die Raketen und Bomber auf 700. Es gibt auch Regeln für Inspektionen und Datenaustausch, um sicherzustellen, dass beide Seiten die Limits einhalten. Laut der US-Regierung hat der Vertrag die nationale Sicherheit gestärkt, indem er Überraschungen verhindert.
Der aktuelle Stand
Russland hat 2023 seine Teilnahme ausgesetzt, wie Präsident Wladimir Putin erklärte. Das bedeutet, keine Inspektionen mehr und weniger Infos über die Waffen, aber die Grenzen werden noch eingehalten. Im September des vergangenen Jahres hat Putin vorgeschlagen, die Limits freiwillig um ein Jahr zu verlängern. US-Präsident Donald Trump hat das als gute Idee bezeichnet, aber es gibt keine offizielle Zustimmung. Trump sagte kürzlich in einem Interview, wenn der Vertrag ausläuft, dann läuft er aus und man mache einfach einen besseren. Ohne Verlängerung oder neuen Vertrag gibt es erstmals seit Jahrzehnten keine Bindungen mehr zwischen den zwei größten Atomwaffenmächten.
Auswirkungen auf Europa
In Europa wächst die Sorge vor einem neuen Wettrüsten, wie der Guardian berichtet. Ohne Limits könnten beide Länder mehr Waffen bauen, was die Stabilität gefährdet. Besonders in der Nähe zu Russland spüre man die Unsicherheit stärker, da der Krieg in der Ukraine die Lage verschärft. Experten wie Dmitri Medwedew warnen, dass das Auslaufen alle alarmieren sollte. Die NATO und die EU beobachten das genau, da fehlende Transparenz Risiken birgt.
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