von mmh 03.02.2026 17:19 Uhr

Schlachthof Bozen bleibt länger geschlossen: SVP fordert rasche Lösung

Der Schlachthof in Bozen bleibt deutlich länger geschlossen als ursprünglich geplant. Eigentlich hätte die Einrichtung bereits im November 2025 wieder in Betrieb gehen sollen – nun verzögert sich die Wiedereröffnung nach Medienberichten voraussichtlich bis März 2026. SVP-Landtagsabgeordneter Franz Locher fordert eine rasche Lösung und kritisiert die lange Hängepartie.

Der SVP-Landtagsabgeordnete Franz Locher(Foto: Südtiroler Landtag/SVP)

Engpässe in anderen Standorten belasten Tierwohl

„Außerordentliche Instandhaltung hin oder her, die Zeit drängt“, betont Locher. Die Ausfälle in Bozen können durch die Schlachthöfe in Meran, Brixen, Ritten und Deutschnofen nicht kompensiert werden. „Zu wenig Personal, zu wenig Kühlräume und längere Transportwege für die Tiere – da tut sich schnell die Frage nach dem Tierwohl auf“, erklärt der SVP-Abgeordnete.

Locher hat in der aktuellen Landtagswoche erneut eine Anfrage zur Situation gestellt. Kurz darauf berichteten Medien, dass die Sanierungsarbeiten mit Kosten von insgesamt 739.000 Euro gut vorankommen und in wenigen Tagen abgeschlossen sein sollen.

Neubau des Schlachthofs bleibt offen

Nach jahrelangen Verzögerungen fordert Locher nun konkrete Schritte: „Seit 20 Jahren ist der Schlachthof in Bozen ein ungelöstes Thema und viele Fragen bleiben unbeantwortet. Wenn Qualitätsfleisch aus Südtirol auf den Tellern landen soll, müssen auch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.“

Offen bleiben bislang Details zum versprochenen Neubau und zur künftigen Leitung des Schlachthofs. Eine Machbarkeitsstudie für den Neubau soll im Juni 2026 vorliegen. Locher macht jedoch deutlich: „Es braucht endlich Fakten. Der Schlachthof kann nicht länger auf die lange Bank geschoben werden. Kommt Zeit, kommt nicht immer Rat – es braucht eine schnelle Entscheidung, damit die Tätigkeit langfristig gesichert ist.“

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