von mmh 03.02.2026 14:33 Uhr

Kollektivvertragsverhandlungen im Bildungsbereich offiziell gestartet

Im Bildungsbereich ist der Startschuss für neue Kollektivvertragsverhandlungen gefallen. Am 3. Februar trafen sich am Sitz der Landesabteilung Personal in Bozen erstmals die Vertretungen der Gewerkschaften und der öffentlichen Delegation, um über neue Verträge für das Personal im Bildungswesen zu verhandeln. Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Lohnerhöhungen und die Verteilung erheblicher finanzieller Mittel aus dem Landeshaushalt.

(Foto: LPA/Angelika Schrott)

Betroffen sind das Lehrpersonal des Landes und der Schulen staatlicher Art, das Personal der Kindergärten, die Mitarbeitenden für Integration sowie das schulsozialpädagogische Personal. Ziel ist es, für alle diese Gruppen eine spürbare Reallohnerhöhung zu erreichen.

Rund 90 Millionen Euro für allgemeine Lohnerhöhung

Wie Hermann Troger, Vorsitzender der Landesagentur für die Beziehungen zu den Gewerkschaften, erklärte, sollen alle Betroffenen im Schnitt rund 400 Euro pro Person mehr erhalten. Dafür sind im Landeshaushalt rund 90 Millionen Euro vorgesehen. Über die konkrete Aufteilung dieser Mittel wurde bereits intensiv beraten.

Personalabteilungsdirektor Albrecht Matzneller, Vizeabteilungsdirektorin Kathrin Defant sowie Sabine Lamprecht, die neue Direktorin des Gehaltsamts für das Lehrpersonal, legten dabei die verschiedenen Gehaltselemente offen und erläuterten mögliche Modelle für die Umsetzung der Erhöhungen.

Weitere Mittel und Zeitplan bis März

Zusätzlich zu den allgemeinen Lohnerhöhungen sind weitere finanzielle Maßnahmen geplant. Rund 10 Millionen Euro aus dem Landesetat sollen eingesetzt werden, um die Gehälter zwischen Bildungseinrichtungen des Landes und den Schulen staatlicher Art, also Grund-, Mittel- und Oberschulen, weiter anzugleichen. Weitere 10 Millionen Euro sind für die Vergütung besonderer, bereits erbrachter Leistungen vorgesehen.

In den kommenden Tagen sollen technische Arbeitstische eingerichtet werden. Dort wird über normative Anpassungen beraten und erneut über die konkrete Verteilung der Gelder für die Lohnerhöhung gesprochen. Ziel des Landes ist es, bis Ende März bei den wichtigsten Punkten eine Einigung zu erzielen. Damit könnten die neuen Gehälter rückwirkend ab Jänner 2026 ausbezahlt werden.

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