von mmh 03.02.2026 13:38 Uhr

Weltkrebstag: Grüne fordern mehr Teilnahme an Vorsorgeprogrammen

Krebs betrifft in Südtirol jedes Jahr tausende Menschen. Am Weltkrebstag, dem 4. Februar, rücken die Grünen das Thema Prävention in den Mittelpunkt und fordern eine deutlich stärkere Teilnahme an bestehenden Vorsorgeprogrammen. Gleichzeitig setzen sie ein klares Zeichen der Solidarität mit allen Betroffenen und deren Umfeld.

Foto: APA

In Südtirol werden jährlich mehr als 3.000 neue Krebsfälle diagnostiziert. Hinter diesen Zahlen stehen persönliche Schicksale, Familien und Freunde. Prävention und Früherkennung können dabei einen entscheidenden Unterschied machen. Die Grünen bedanken sich ausdrücklich bei allen, die Menschen im Kampf gegen Krebs begleiten – Angehörigen, Freunden, ehrenamtlich Engagierten sowie dem medizinischen Personal, das Patienten oft unter belastenden Bedingungen betreut und unterstützt.

Vorsorge wird zu wenig genutzt

Trotz vorhandener Angebote nehmen in Südtirol deutlich zu wenige Menschen an Vorsorgeuntersuchungen teil. Beim Screening auf Gebärmutterhalskrebs liegt die Teilnahmequote bei nur rund 45 Prozent der eingeladenen Frauen, beim Mammographie-Screening bei etwa 60 Prozent. Zum Vergleich: In Welschtirol nutzen rund 80 Prozent der eingeladenen Frauen die entsprechenden Programme.

Forschungsergebnisse der Claudiana zeigen zudem, dass Geschlecht, Alter und Bildungsgrad einen erheblichen Einfluss darauf haben, ob Vorsorgeangebote wahrgenommen werden. Frauen nehmen häufiger an Vorsorgeuntersuchungen teil als Männer, ebenso Menschen mit höherem Bildungsabschluss.

„Vorsorge rettet Leben. Wir müssen sicherstellen, dass jeder Mensch die Chance bekommt, Krebs früh zu erkennen – unabhängig von Bildung oder Einkommen“, betont Julian Rossmann, Vorstandsmitglied der Grünen, der selbst an Leukämie erkrankt ist.

Barrieren abbauen und Vertrauen schaffen

Aus Sicht der Grünen ist die Politik gefordert, gezielt gegenzusteuern. Wer Prävention stärken will, müsse soziale Barrieren abbauen, verständlich informieren und Vertrauen aufbauen, damit allen Menschen der gleiche Zugang zu Vorsorgeprogrammen ermöglicht wird. Screenings können Krebs frühzeitig erkennen und in vielen Fällen erfolgreich behandeln. Niedrige Teilnahmequoten bedeuten hingegen verpasste Chancen auf Früherkennung und unnötiges Leid.

„Krebs muss kein Schicksal sein. Eine rechtzeitige Diagnose kann Leben retten“, so Rossmann. Am Weltkrebstag wolle man solidarisch an der Seite aller Betroffenen und ihrer Familien stehen, Hoffnung teilen, Mut machen und konkret handeln. Prävention sei dabei der gemeinsame Weg.

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