von veo 03.02.2026 10:29 Uhr

Besser vorbereitet auf Extremereignisse

Nach drei Jahren endet das EU-Projekt X-RISK-CC in Südtirol. Maßnahmenkataloge und Infoveranstaltungen sollen Gemeinden künftig besser auf Naturgefahren vorbereiten

Ende Oktober 2018 traf das Sturmtief Vaia Südtirol und verursachte Schäden auf einer Waldfläche von rund 6000 Hektar. (Foto: LPA/Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz)

Partizipative Prozesse und praktische Erfahrungen

Das EU-Projekt X-RISK-CC hat in den vergangenen drei Jahren wertvolle Erkenntnisse zum Management von Risiken durch Naturgefahren in Südtirol geliefert. „Im Rahmen des Interreg-Projekts X-RISK-CC konnten wir insbesondere durch partizipative Prozesse, praktische Anwendungen in den Pilotgebieten sowie thematische Workshops mit lokalen und regionalen Akteuren Erfahrungen sammeln“, erklärt Willigis Gallmetzer, Direktor des Landeswarnzentrums in der Agentur für Bevölkerungsschutz.

Durch diese Beteiligungsformate seien nicht nur inhaltliche Erkenntnisse gewonnen worden, sondern auch Erfahrungen darin, wie solche Formate erfolgreich geplant, moderiert und begleitet werden können. Im vergangenen Jahr standen zudem Gemeinde-Infoveranstaltungen im Fokus. Insgesamt beteiligten sich an 20 Veranstaltungen 98 Gemeinden, darunter Bürgermeister, Gemeindevertreter, Zivilschutzreferenten und Feuerwehrkommandanten. Inhalte waren unter anderem das Warn- und Alarmierungssystem, der Landeszivilschutzplan sowie die Weiterentwicklung der Zivilschutzplanung auf Landes- und Gemeindeebene.

Maßnahmenkataloge und Abschlusspräsentationen

Als konkrete Ergebnisse des Projektes werden nun zusammenfassende Berichte für die Studiengebiete Vaia und Pflersch sowie Aktionspläne als Maßnahmenkataloge erstellt. Diese Maßnahmenkataloge sollen den Umgang mit Extremereignissen verbessern und werden den Gemeinden Brenner, Welschnofen, Deutschnofen und Aldein in einer Videokonferenz zum Abschluss vorgestellt.

Konkret beinhalten die Maßnahmen etwa die Entwicklung und Einführung eines Frühwarnsystems für Gewitter, regelmäßige standardisierte Debriefings nach Naturereignissen sowie Initiativen zur Verbesserung der Risikokommunikation, insbesondere für vulnerable Personengruppen.

Foto: LPA/Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz

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