von ih 30.01.2026 11:22 Uhr

Massive Kritik an Alperia wegen fehlerhafter Rechnungen

Zahlreiche Bürger berichten derzeit von massiv überhöhten und offenbar fehlerhaften Stromrechnungen des Energieversorgers Alperia. Wie die Süd-Tiroler Freiheit mitteilt, seien ihr mehrere besonders drastische Fälle gemeldet worden – darunter eine Rechnung über rund 2.500 Euro für einen Pensionisten sowie eine Nachforderung von etwa 35.000 Euro für einen Barbetreiber. Die verrechneten Beträge stünden in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zum tatsächlichen Stromverbrauch.

Alperia (Archivbild von 2018: UT24/su)

In mehreren Fällen sollen zudem Nachtragszahlungen für denselben Zeitraum mehrfach in Rechnung gestellt worden sein. Besonders problematisch sei die Situation für Kunden mit Daueraufträgen, da überhöhte Beträge möglicherweise bereits automatisch vom Konto abgebucht wurden.

Die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz, hat deshalb eine Landtagsanfrage eingebracht und fordert von der Landesregierung sowie von Alperia eine rasche und umfassende Klärung der Vorfälle. „Es ist inakzeptabel, dass Bürger auf diese Weise verunsichert und finanziell belastet werden“, so Atz. Viele Betroffene würden zudem von unübersichtlichen und schwer verständlichen Rechnungen berichten.

„Kann existenzielle Folgen haben“

In ihrer Anfrage verlangt Atz unter anderem Auskunft darüber, wie es zu den fehlerhaften Abrechnungen kommen konnte, wer dafür verantwortlich ist und wie geschädigte Kunden entschädigt werden sollen. Auch mögliche technische Ursachen, Abrechnungsprobleme oder Cyberangriffe sollen geprüft werden.

Besonders kritisch sieht die STF-Abgeordnete die Auswirkungen auf Haushalte mit automatischen Abbuchungen. „Die Abbuchung eines falschen und enorm hohen Betrages kann existenzielle Folgen haben“, warnt Atz. Alperia müsse in solchen Fällen rasch, transparent und unbürokratisch reagieren, um finanzielle Schäden abzuwenden.

Kritik an hohen Strompreisen

Zusätzlich erneuert die Süd-Tiroler Freiheit ihre Kritik an den weiterhin hohen Strompreisen. Während viele Haushalte auf angekündigte Entlastungen gehofft hätten, seien die Kosten zuletzt weiter gestiegen.

Die Süd-Tiroler Freiheit kündigt an, die Angelegenheit weiter aufmerksam zu verfolgen, und fordert die Landesregierung auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

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