von ih 29.01.2026 16:40 Uhr

Freiheitliche warnen vor zusätzlichem Bettenausbau

Angesichts der Diskussion um die Verlängerung von Baugenehmigungen in Tourismuszonen und der möglichen Schaffung von bis zu 12.000 neuen Gästebetten sprechen sich die Freiheitlichen klar gegen weitere Ausweitungen aus. Parteiobmann Roland Stauder fordert die konsequente Einhaltung des 2022 beschlossenen Bettenstopps.

Roland Stauder, Obmann der Freiheitlichen - Foto: Freiheitliche

2025 verzeichnete Südtirol mit rund 38 Millionen Übernachtungen ein Rekordjahr. Zusätzliche Betten würden laut Roland Stauder bis zu drei Millionen weitere Nächtigungen und damit eine deutliche Mehrbelastung für Umwelt, Infrastruktur und Bevölkerung bedeuten. Mehr Verkehr, höherer Energie- und Wasserverbrauch sowie steigende Emissionen seien die Folge.

Auch sozial und wirtschaftlich sieht Stauder Probleme: Der wachsende Arbeitskräftebedarf erhöhe den Druck auf den Wohnungsmarkt und verursache zusätzliche Kosten für öffentliche Hand und Sozialsysteme. Während die Gewinne aus dem Tourismus überwiegend privat blieben, trage die Allgemeinheit die Folgekosten.

Die Freiheitlichen befürworten eine Entwicklung nur in touristisch schwach erschlossenen Gebieten und auch dort unter strengen Auflagen. In stark belasteten Regionen lehnen sie weitere Erweiterungen ab. Abschließend fordert Stauder einen breit angelegten Tourismus-Dialog und „klare Leitplanken statt grenzenlosen Ausbaus“.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite