von lif 29.01.2026 12:13 Uhr

FBI sucht mit Razzia nach Belegen für Wahlbetrug

Die US-Bundespolizei FBI hat im Zusammenhang mit den Vorwürfen von Präsident Donald Trump zum Ausgang der Wahl 2020 eine Wahlbehörde im Bundesstaat Georgia durchsucht. Die Durchsuchung wurde nach Angaben eines Strafverfolgungsbeamten am Mittwochabend abgeschlossen. Agenten hätten einen Durchsuchungsbefehl im Wahlzentrum des Bezirks Fulton County in Union City bei Atlanta vollstreckt, teilte das FBI mit. 

APA/AFP

Die Bezirksverwaltung von Fulton County erklärte, der Durchsuchungsbefehl beziehe sich auf eine Reihe von Unterlagen zur Wahl 2020. Einem Strafverfolgungsbeamten zufolge suchten die FBI-Agenten nach Computern und Stimmzetteln, die im Rahmen einer Untersuchung möglicher Wahlbeeinflussung in der Einrichtung aufbewahrt würden.

Die Bezirkskommissarin Mo Ivory sagte, Bundesbeamte hätten 700 Kisten mit Stimmzetteln von einem sicheren Ort abgeholt. Sie warf Trump vor, Chaos zu stiften, um den Republikanern bei den Zwischenwahlen im November zu helfen. Die Razzia sei ein Angriff auf die Wähler. „Wir wissen, dass es in Amerika im Moment keine Rolle spielt, ob das, was man sagt, das Richtige ist. Wenn unser Präsident die Truppen einsetzen will, wird er es tun“, sagte Ivory vor Reportern.

Geheimdienstdirektorin Gabbard vor Ort

Die Nationale Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard besuchte den Ort der Durchsuchung am Mittwoch, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters bezeugte. Ein ehemaliger Beamter nannte ihre Anwesenheit bei einer solchen inländischen Strafverfolgungsmaßnahme beispiellos. Reuters hatte berichtet, dass Gabbard im vergangenen Jahr eine Gruppe von Dutzenden Beamten aus der gesamten Bundesregierung gebildet hatte, die Trumps Vergeltungsfeldzug gegen seine Gegner steuern sollte.

Die Durchsuchung ist der jüngste Schritt der Trump-Regierung, das Justizministerium gegen politische Gegner einzusetzen. Trump hatte die Präsidentschaftswahl 2020 gegen den Demokraten Joe Biden verloren, war jedoch nach seinem Sieg bei der Wahl 2024 im vergangenen Jahr für eine zweite Amtszeit ins Weiße Haus zurückgekehrt. Er wiederholt seit Jahren die Behauptung, die Wahl 2020 sei manipuliert worden. Vergangene Woche sagte er in Davos: „Die Leute werden bald für das, was sie getan haben, strafrechtlich verfolgt werden.“

APA/UT24 

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