von lif 29.01.2026 09:23 Uhr

Weniger Kinder auf den Pisten: Droht eine Krise?

Die Geburtenrate in sinkt, doch Südtirol trotzt dem Trend und hält sich besser. Dennoch fragen sich viele Skischulen, ob der Nachwuchs ausbleibt und wie sich das auf die Anmeldungen auswirkt.

© Bergbahnen Ötz

In den vergangenen Jahren hat sich die Demografie in Italien verändert. Die Rate liegt landesweit bei nur 1,2 Kindern pro Frau, wie aktuelle Zahlen zeigen. In Südtirol ist es besser: Hier kommen durchschnittlich 1,64 Kinder pro Frau zur Welt, also deutlich über dem nationalen Schnitt.

Für die Skischulen in Südtirol könnte das bedeuten, dass weniger Kinder in die Kurse kommen. Viele Experten warnen vor leeren Klassen, ähnlich wie in ganz Italien, wo die Schülerzahlen in Schulen um eine Million sinken sollen. In den Bergen, wo Skifahren auch zur Kultur gehört, sind die Skischulen ein wichtiger Teil des Wintertourismus. Es gibt über hundert Schulen in Südtirol, von den Dolomiten bis zum Vinschgau, die Tausende Kinder und Jugendliche unterrichten. Doch Trainer berichten, dass die Gruppen bei den Jüngsten kleiner werden. „Die Geburten sinken seit 2008 stetig und das merkt man jetzt bei den Anfängerkursen“, sagt ein Sprecher des Verbands der Skilehrer Südtirol. Besonders in ländlichen Gebieten wie dem Pustertal oder im Eisacktal hält sich der Trend noch zurück, aber langfristig könnte es knifflig werden. Trotzdem ist nicht alles düster. Viele Skischulen melden einen Boom bei Erwachsenenkursen. Touristen aus dem Ausland und Einheimische, die später mit dem Sport anfangen, füllen die Lücken. „Wir haben mehr Anfragen für Privatstunden und Gruppen für Erwachsene, vor allem in Technik und Freeride“, erklärt ein Lehrer aus Bruneck. Das passt zum allgemeinen Trend: Während die Kinderzahlen sinken, steigt die Nachfrage nach Qualitätskursen für Ältere. In Nordtirol sieht es ähnlich aus. Dort werben Skischulen verstärkt für Familienpakete und Erwachsenenangebote, um den Rückgang auszugleichen.

Auch im Welschtirol kämpfen Skischulen mit dem gleichen Problem. Dort ist die Fruchtbarkeitsrate ähnlich wie in Südtirol höher als im Rest Italiens, doch der Rückgang trifft die kleinen Dörfer. In ganz Tirol bleibt Skifahren ein Stück Heimat. Es verbindet Generationen, stärkt die Wirtschaft und hält unsere Berge lebendig.

Zusammenfassend: Südtirols Skischulen stehen vor Herausforderungen durch den demografischen Wandel, profitieren aber von ihrer Anpassungsfähigkeit.

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