von mmh 28.01.2026 10:35 Uhr

„Grüß Gott in Tirol“: Landesweite Plakataktion stimmt auf Olympia ein

Pünktlich zu den bevorstehenden Olympischen Winterspielen in Antholz startet in ganz Südtirol eine besondere Plakataktion: Seit Montag, dem 26. Jänner 2026, sind an zahlreichen Bushaltestellen Plakate mit dem Schriftzug „Grüß Gott in Tirol“ zu sehen. Die Initiative wird vom Südtiroler Schützenbund (SSB) gemeinsam mit dem Südtiroler Heimatbund (SHB) umgesetzt und richtet sich bewusst an Gäste aus aller Welt.

Ein auf den Plakaten angebrachter QR-Code leitet Interessierte auf die Informationsseite schuetzen.com/olympia, auf der die historische, kulturelle und politische Einordnung des Landes Tirol erläutert wird. Besonderes Augenmerk liegt auf der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, als der südliche Teil Tirols ohne Befragung der Bevölkerung dem italienischen Staat angegliedert wurde. „Die deutsch- und ladinischsprachige Bevölkerung war in der Folge jahrzehntelang Unterdrückung, Entrechtung und einer aggressiven Assimilierungspolitik ausgesetzt. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts konnte eine Autonomie erkämpft werden, die bis heute Grundlage des Zusammenlebens ist“, erklärt Christoph Schmid, Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes.

Freundlicher Empfang und Dialog statt Provokation

„Wir heißen unsere Gäste herzlich willkommen“, betont Roland Lang, Obmann des Südtiroler Heimatbundes. Gerade Großveranstaltungen wie die Olympischen Spiele stünden für Begegnung, sportlichen Wettkampf, Respekt und Verständigung. „Möge der Sport über jedem friedensvergiftenden Nationalismus stehen und ein wirkungsvolles Instrument sein, Menschen unabhängig von Grenzen und Kulturen hinweg zusammenzubringen.“

Die Plakataktion sei keine Provokation, sondern eine Einladung zum Dialog über die Geschichte Tirols. Der Gruß „Grüß Gott in Tirol“ symbolisiere gelebte Kultur und Identität – unabhängig von heutigen Staatsgrenzen.

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