von mmh 27.01.2026 17:41 Uhr

Emotionaler Auftakt: Olympische Fackel zieht durch Südtirol

Ein Tag voller Emotionen, Begeisterung und olympischer Stimmung: Am 27. Jänner erlebte Südtirol den ersten Tag des Fackellaufs der Olympischen Winterspiele Mailand–Cortina 2026. Hunderte Menschen säumten die Straßen, um die Olympische Flamme auf ihrem Weg von Toblach bis nach Bozen live zu sehen. Entlang der gesamten Strecke herrschte große Begeisterung, Applaus und spürbarer Stolz auf dieses besondere Ereignis.

Andreas Zingerle blickt ehrfürchtig auf die olympische Fackel: Eine einmalige Erfahrung. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Die Route führte von der Nordic Arena in Toblach über Antholz, Rasen, Bruneck und den Kronplatz bis in die Landeshauptstadt Bozen. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus Sport und Gesellschaft trugen die Fackel, aber auch viele Bürger aller Altersgruppen waren Teil dieses besonderen Laufs.

Begeisterung in Antholz, Rasen und Bruneck

Am frühen Morgen wurde die Olympische Fackel im Laufschritt durch das Biathlonstadion in Antholz getragen und anschließend nach Oberrasen weitergereicht. Dort wurde die Flamme von Sportlandesrat Peter Brunner empfangen, der die besondere Bedeutung der Spiele für Südtirol hervorhob. Die Olympischen Winterspiele im eigenen Land zu erleben, sei ein einzigartiges Gefühl. Hinter diesem Ereignis stehe eine jahrelange Organisation auf höchstem Niveau durch das lokale Biathlon-Komitee. Zudem seien die Spiele ein großer Ansporn für junge Menschen, ihre sportlichen und persönlichen Träume zu verfolgen.

Unter den Fackelträgern befanden sich neben zahlreichen Bürgern auch bekannte Sportler, die den Südtiroler Sport geprägt haben. Einer von ihnen war der dreifache Olympiateilnehmer im Biathlon, Dominik Windisch. Er betonte, dass die Olympischen Winterspiele für Südtirol ein wahr gewordener Traum seien und Antholz diese Auszeichnung als Ort und Organisation mehr als verdient habe.

Symbolträchtiger Kronplatz und Abschluss in Bozen

Von Bruneck aus führte der Weg der Fackel auf den Kronplatz. Dort wurde sie feierlich zu drei symbolträchtigen Orten getragen: zur Friedensglocke Concordia 2000, zum Messner Mountain Museum Corones und zum LUMEN – Museum für Bergfotografie. Zu den außergewöhnlichen Fackelträgern zählten Reinhold Messner sowie Andreas Zingerle, Olympiabronzemedaillengewinner von Calgary 1988 mit der Staffel.

  • Reinhold Messner posiert lachend mit Ehefrau Diane Schumacher: Der Extrembergsteiger war sehr gerührt, als er die Fackel auf dem Kronplatz tragen durfte. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Sichtlich bewegt schilderte Zingerle seine Eindrücke von den Menschen entlang der Strecke und der besonderen Atmosphäre inmitten der Südtiroler Bergwelt. Nach dem Abstieg ins Tal erreichte die Fackel Brixen und schließlich Bozen. Damit endete ein Tag, der ganz im Zeichen von Freude, Frieden und Gemeinschaft stand – und der Auftakt zu weiteren Etappen des olympischen Fackellaufs durch Südtirol war.

Die Olympische Fackel der Winterspiele Mailand–Cortina 2026 ist auch am 28. und 29. Jänner in Südtirol unterwegs. Ihre Reise kann in Echtzeit auf der offiziellen Website der Olympischen Spiele verfolgt werden.

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