Weniger Schritte zu Hause: Wie Homeoffice den Alltag verändert

Homeoffice reduziert Schritte deutlich
Laut Vergleich.org, einem deutschen Online‑Test‑ und Vergleichsportal nutzt rund jeder Vierte in Deutschland die Möglichkeit, ganz oder teilweise von zu Hause aus zu arbeiten. Der Weg ins Büro entfällt, Meetings finden online statt, selbst kurze Wege zu Kolleginnen und Kollegen oder in die Kantine entfallen. Eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt, wie deutlich sich dies auswirkt: An einem Bürotag legen Beschäftigte im Schnitt rund 3.000 Schritte zurück, im Homeoffice sind es nur etwa 1.300. Gleichzeitig steigt die tägliche Sitzzeit zu Hause um rund 40 bis 50 Minuten.
Die kleinen Wege, die früher automatisch Bewegung brachten – sei es zum Nachbarbüro oder zur Küche –, fehlen vollständig. Über den Tag summieren sich so viele Schritte, die dem Körper als Ausgleich und Entlastung fehlen.
Investitionen in die Arbeitsumgebung zahlen sich aus
Wie beweglich ein Homeoffice-Tag ausfällt, hängt stark von der Ausstattung ab. Viele heimische Arbeitsplätze sind noch persönliche oder provisorische Lösungen. Obwohl die Nachfrage nach ergonomischen Bürostühlen und flexiblen Arbeitsmöbeln steigt, unterstützen nur einige Unternehmen ihre Mitarbeitenden mit Homeoffice-Budgets.
Bewegung muss bewusst in den Alltag integriert werden
Im Büro war Bewegung lange Teil des Tages: Wege zwischen Räumen, kurze Abstimmungen im Stehen oder der Gang in die Kantine. Im Homeoffice fehlt diese Struktur. Bewegung entsteht nicht mehr automatisch – sie muss bewusst geplant werden.
Kurze Dehn- und Streckübungen, kleine Wege durch die Wohnung oder Spaziergänge in der Pause können helfen. Auch Bürolaufbänder unter höhenverstellbaren Schreibtischen sind eine Option: Sie sind leise, platzsparend und auf geringe Geschwindigkeiten ausgelegt. Gerade bei Meetings oder Online-Schulungen, die vor allem Zuhören erfordern, sorgt Bewegung für Abwechslung und fördert die Konzentration.
Homeoffice ist bequem und spart Zeit, führt aber oft zu einem unbeweglicheren Arbeitsalltag. Bewusste Bewegung und eine gut gestaltete Arbeitsumgebung sind daher keine Trends, sondern notwendige Antworten auf veränderte Arbeitsroutinen.






