Vitamin-D-Präparate laut Test „häufig überdosiert“

„Alle anderen Produkte sind meist überdosiert, fünf sogar stark“, kritisiert der VKI. Ob Tabletten, Saft, Tropfen oder Kapseln, spiele keine Rolle. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bei fehlender körpereigener Vitamin-D-Produktion 800 I.E. (Internationale Einheiten, ein I.E. entspricht 0,025 Mikrogramm). Für Risikogruppen könne eine vorbeugende Einnahme sinnvoll sein. Dazu zählen Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner, chronische Kranke oder adipöse Personen. Im Alter sinkt die Fähigkeit zur Bildung von Vitamin D, daher kann sich die Einnahme laut VKI auch für Menschen über 65 Jahren eignen.
Nicht auf eigene Faust
Aber: „Vitamin-D-Präparate sollten nicht auf eigene Faust eingenommen werden, sondern vorab ärztlich abgeklärt werden“, rät der VKI. Die zusätzliche Einnahme eines zu hoch dosierten Produkts über eine lange Dauer könne „im schlimmsten Fall zu Nierenschäden führen“.
Vitamin D ist für die Regelung des Kalzium- und Phosphatstoffwechsels zuständig, fördert die Knochenhärtung, beeinflusst Muskeln und Immunsystem. Mithilfe der Sonne kann es der menschliche Körper selbst bilden. Es wird im Fett- und Muskelgewebe eingelagert. Mit gut gefüllten Speichern kommt man dann auch gut durch sonnenarme Zeiten.
APA






