von ih 26.01.2026 10:20 Uhr

Säuglingsnahrung: Bakterielles Gift sorgt für Diskussionen

Ende 2025 und Anfang 2026 hat der Lebensmittelkonzern Nestlé in rund 60 Ländern zahlreiche Chargen von Säuglingsnahrung zurückgerufen. Grund war der mögliche Befall einer Zutat mit dem bakteriellen Gift Cereulid, das von dem Keim Bacillus cereus gebildet wird. Laut der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit waren die gemessenen Mengen zwar so gering, dass keine akute Gesundheitsgefahr bestand. Die Verbraucherschutzorganisation foodwatch kritisiert jedoch, dass Behörden und Öffentlichkeit in einigen Ländern – darunter Deutschland – erst verspätet informiert wurden.

APA/AFP

Cereulid kann bereits kurze Zeit nach dem Verzehr Übelkeit und Erbrechen auslösen, in seltenen Fällen auch schwere Organschäden. Da das Gift hitzebeständig ist, hilft Abkochen nicht.

Experten betonen daher die Bedeutung richtiger Lagerung und Zubereitung. Besonders bei Säuglingsmilch gilt: Sie sollte immer frisch mit abgekochtem Wasser zubereitet und nicht stundenlang bei Raumtemperatur stehen gelassen werden.

Reste im Fläschchen sollten entsorgt werden, um eine Vermehrung der Bakterien und die Bildung des Giftes zu verhindern.

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