von lif 24.01.2026 17:52 Uhr

Franzoni gewinnt Kitzbühel-Abfahrt knapp vor Odermatt

Giovanni Franzoni hat am heutigen Samstag die Streif-Abfahrt in Kitzbühel gewonnen. Der Italiener schnappte Marco Odermatt den Sieg weg und feierte seinen zweiten Weltcupsieg.

Bild: APA/BARBARA GINDL

Franzoni fuhr in 1:52,31 Minuten Bestzeit und blieb sieben Hundertstel vor Odermatt. Dritter wurde der Franzose Maxence Muzaton mit 0,39 Sekunden Rückstand. Der 36-jährige Italiener, der auch die beiden Trainings dominiert hatte, behielt bei diffuser Sicht die Nerven und dachte im Ziel an seinen verstorbenen Freund Matteo Franzoso: „Unglaublich. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich weiß, dass er stolz auf mich wäre“, sagte Franzoni laut ORF.

Damit brach er die Schweizer Dominanz, nach vier Siegen in den ersten vier Saisonrennen, in der Abfahrt. Franzoni kassierte das Rekord-Siegerpreisgeld von 101.000 Euro brutto.

Debakel für Österreich

Aus österreichischer Sicht war es ein schwarzer Tag: Erstmals bei der 71. Hahnenkamm-Abfahrt schaffte kein ÖSV-Läufer den Sprung in die Top Ten. Vincent Kriechmayr wurde als bester Österreicher nur 13. mit 1,48 Sekunden Rückstand. „Das Resultat ist nicht zufriedenstellend. Heute ist einfach gar nix gegangen, wir müssen uns anschauen, warum“, sagte ÖSV-Alpinchef Christian Mitter.

Kriechmayr erklärte im ORF, er sei in Steilhang-Einfahrt und Traverse „zu taktisch“ gefahren: „Überall ein bissl was, sehr schade. Ich hätte mir schon mehr vorgenommen.“ Er lässt die nächste Abfahrt in Crans-Montana aus, um fit für Olympia in Bormio zu sein.

Raphael Haaser landete auf Platz 25 (+1,69), Stefan Babinsky auf 34 (+2,04), Manuel Traninger auf 24 (+1,66) als zweitbester Österreicher. „Es ist einmal ein Ergebnis in den Punkten, damit bin ich zufrieden“, sagte er. Daniel Hemetsberger rutschte nach guten Zwischenzeiten aus, blieb aber stehen.

Odermatt bleibt ohne goldene Gams

Marco Odermatt, Weltcup-Dominator und Super-G-Sieger am Vortag, wurde Zweiter – sein dritter zweiter Platz an der Streif. „Heute gab es für mich nur den Sieg. Alles andere wird eine Enttäuschung sein“, sagte er enttäuscht. Die goldene Gams blieb ihm verwehrt.

Vor etwa fünfzigtausend Zuschauern, darunter Arnold Schwarzenegger, Zlatan Ibrahimovic und Ingemar Stenmark, war die Strecke leicht entschärft: Der Sprung in die Alte Schneise wurde abgegraben und der Radius um 1,5 Grad reduziert. Trotzdem blieb der Streckenrekord von Fritz Strobl aus 1997 (1:51,58 Minuten) stehen.

APA/UT24

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