von lif 23.01.2026 14:56 Uhr

93 Prozent online zu Hause: Südtirols Internet-Zahlen im Überblick

Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) hat frische Daten zur Internetnutzung und zu Online-Aktivitäten der Südtiroler Bevölkerung zwischen 16- und 74-Jahren veröffentlicht. Die Zahlen zeigen ein stabiles, aber verlangsamtes Wachstum.

Bild: APA

93 Prozent der Südtiroler Haushalte mit mindestens einem Mitglied zwischen 16- und 74-Jahren haben zu Hause einen Internetanschluss, egal über welches Gerät. Dieser Wert liegt fast gleichauf mit dem italienischen Durchschnitt von 94 Prozent. Im EU-Durchschnitt sind es 95 Prozent, die Spanne reicht von 88 Prozent in Kroatien bis 99 Prozent in den Niederlanden und Luxemburg.

Zwischen 2006 und 2025 hat sich der Anteil mehr als verdoppelt. Laut ASTAT von 42 Prozent auf 93 Prozent. Seit 2020 liegt der Wert stabil über 90 Prozent.

Breitband fast überall Standard

Noch klarer zeigt sich der Sprung bei Breitbandanschlüssen: Von 16 Prozent der Haushalte im Jahr 2011 stieg der Wert bis 2021 (letzte verfügbare Daten) auf 89 Prozent. Seit 2013 haben fast alle verbundenen Haushalte einen mobilen oder festen Breitbandzugang.

Täglich online

89 Prozent der Südtiroler zwischen 16- und 74-Jahren nutzen täglich das Internet. Das entspricht genau dem italienischen Wert. Der EU-Durchschnitt liegt bei 90 Prozent, mit Werten zwischen 83 Prozent in Kroatien und Bulgarien und 99 Prozent in Irland.

Von 2011 bis 2025 stieg der Anteil von 54 Prozent auf 89 Prozent. In den vergangenen Jahren hat sich das Wachstum aber deutlich verlangsamt.

Mehr als jeder Zweite hat social Media

53 Prozent der 16- bis 74-Jährigen haben in den vergangenen drei Monaten Social Media genutzt. Dazu gehören Profile anlegen oder Beiträge auf Facebook, X, Instagram und Co. gepostet. Das liegt nah am italienischen Wert von 56 Prozent, bleibt aber unter dem EU-Durchschnitt von 67 Prozent (Spanne: 56 Prozent in Italien bis 90 Prozent in Dänemark).

Zwischen 2011 und 2025 ist der Anteil von 26 Prozent auf 53 Prozent gestiegen. Seit 2022 zeigt sich eine Stabilisierung mit leicht rückläufiger Tendenz.

Online-Banking auf dem Vormarsch

63 Prozent der Südtiroler Bevölkerung in dieser Altersgruppe nutzten in den vergangenen drei Monaten Online-Banking-Dienste. Das liegt deutlich über dem italienischen Wert von 56 Prozent und kommt dem EU-Durchschnitt von 70 Prozent näher (Spanne: 31 Prozent in Rumänien und Bulgarien bis 98 Prozent in Dänemark).

Von 2011 bis 2025 verdoppelte sich der Anteil von 28 Prozent auf 63 Prozent. Auch hier hat sich der Wert in den letzten Jahren stabilisiert.

E-Government: Jeder Zweite im Kontakt

50 Prozent der 16- bis 74-Jährigen haben in den vergangenen zwölf Monaten das Internet genutzt, um mit der öffentlichen Verwaltung Kontakt aufzunehmen. Das ist mehr als der italienische Wert von 44 Prozent, bleibt aber unter dem EU-Durchschnitt von 58 Prozent (Spanne: 17 Prozent in Rumänien bis 91 Prozent in Finnland und Dänemark).

Zwischen 2011 und 2019 lag der Anteil meist bei maximal 30 Prozent. Danach stieg er an und pendelte sich bei 50 Prozent ein.

Online-Shopping und Verkaufen

49 Prozent der Südtiroler in dieser Altersgruppe haben in den vergangenen drei Monaten online eingekauft. Das liegt etwas über den italienische Wert von 44 Prozent, aber unter dem EU-Durchschnitt von 62 Prozent (Spanne: 35 Prozent in Bulgarien bis 87 Prozent in Irland).

Von 2011 bis 2025 stieg der Anteil fast verdreifacht, von 17 Prozent auf 49 Prozent.

26 Prozent haben in den vergangenen drei Monaten Waren oder Dienstleistungen online verkauft. Mehr als der italienische Wert von 20 Prozent und nah am EU-Durchschnitt von 24 Prozent (Spanne: 7 Prozent in Griechenland bis 47 Prozent in den Niederlanden).

Zwischen 2011 und 2019 blieb der Wert stabil bei rund zehn Prozent. Danach stieg er an und liegt jetzt bei 26 Prozent.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite